Kontext vor jedem erzwungenen Wechsel festhalten

Wenn ein erzwungener Kontextwechsel unvermeidlich ist, 60 Sekunden damit verbringen, genau festzuhalten, wo man ist, bevor man geht.

Why it works

Wiedereinstiegskosten – die Zeit, die benötigt wird, um wieder aufzubauen, wo man in einer Aufgabe war – sind ein wesentlicher Multiplikator der Wechselkosten, besonders für komplexe Aufgaben. Den aktuellen Status aufzuschreiben externalisiert die Arbeitsgedächtnis-Last und reduziert die Zeit, die beim Wiedereinstieg benötigt wird.

How to do it

  1. Vor dem Verlassen einer Aufgabe: «Ich teste, ob X verursacht Y durch Z» auf einem Zettel oder Dokument aufschreiben.
  2. Den nächsten Schritt dokumentieren, nicht nur den aktuellen Stand.
  3. Eine konsistente Vorlage entwickeln: Status, nächster Schritt, offene Fragen.
  4. Bei der Rückkehr zuerst die Notiz lesen, bevor in den Code oder das Dokument eingetaucht wird.

Evidenz

Externalisation von Arbeitsgedächtnis-Inhalten ist gut belegt als Strategie zur Reduktion kognitiver Last bei unterbrochener Arbeit. (mechanistic)

Festhalten dauert Zeit; es ist am wertvollsten für komplexe, langdauernde Aufgaben.

Quellen

  • Sweller (1988), cognitive load during problem solving — foundational cognitive load theory

Häufiger Fehler

Glauben, man wird sich erinnern, wenn man zurückkommt. Man wird es nicht mit vollem Kontext.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Kontextwechselkosten: Warum Task-Switching die Konzentration ruiniert

Verwandte Konzepte