Ein striktes Single-Tasking-Protokoll einführen

Genau eine Aufgabe bearbeiten, bis sie einen natürlichen Haltepunkt erreicht, bevor etwas anderes begonnen wird.

Why it works

Jeder Aufgabenwechsel erfordert, dass das Gehirn den Antwort-Set der vorherigen Aufgabe hemmt und für die neue konfiguriert – eine «Aufgaben-Set-Rekonfiguration», die Zeit braucht und fehleranfällig ist. Selbst wenn Menschen sich kompetent fühlen beim Multitasking, sind sie es nicht.

How to do it

  1. Alle Benachrichtigungen deaktivieren, bevor eine Fokussitzung beginnt.
  2. Für jeden Fokusblock eine einzige Aufgabe festlegen.
  3. Wenn ein Impuls zum Wechseln kommt: ihn aufschreiben und nach dem Block bearbeiten.
  4. Pausen planen zwischen Tasks statt zwischen Interruptions zu wechseln.

Evidenz

Multi-Tasking-Kosten sind in der kognitiven Psychologie gut belegt; Rubinstein, Meyer und Evans (2001) zeigten in kontrollierten Studien erhebliche Leistungseinbußen durch Aufgabenwechsel. (rct)

Einige einfache Aufgaben erlauben mehr Parallelverarbeitung; die Kosten sind am höchsten für komplexe kognitive Arbeit.

Quellen

  • Monsell (2003), task switching review, Trends in Cognitive Sciences
  • Rubinstein, Meyer & Evans (2001), executive control of cognitive processes in task switching, Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance

Häufiger Fehler

Single-Tasking als unmöglich in einer modernen Arbeitsumgebung zu behandeln. Es erfordert Struktur, ist aber lernbar.

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