Interruptions triagieren, bevor darauf reagiert wird

Wenn etwas unterbricht, es als jetzt-dringend oder für-später-festhalten kategorisieren, bevor entschieden wird, ob gewechselt wird.

Why it works

Die meisten Interruptions erzeugen eine automatische Orientierungsreaktion – das Gehirn hat eine fest verdrahtete Tendenz, Aufmerksamkeit auf neue Reize zu lenken, was evolutionär für Bedrohungserkennung adaptiv war. In einer Wissensarbeitsumgebung ist diese Reaktion ein Kostenfaktor.

How to do it

  1. Wenn eine Interruption kommt, kurz innehalten: Ist das jetzt dringend oder kann es warten?
  2. Eine «Fange-später»-Liste führen für nicht dringende Interruptions.
  3. Erwartungen mit Kollegen klar stellen: Antwortzeiten und verfügbare Fenster.
  4. Regelmäßige Kommunikationsfenster planen statt reaktiv auf jede Interruption zu reagieren.

Evidenz

Interruption-Kosten sind gut dokumentiert; Jackson et al. (2003) fanden, dass Office-Worker durchschnittlich acht Minuten brauchen, um nach einer Interruption wieder auf die vorherige Aufgabe zu konzentrieren. (observational)

Manche Interruptions sind wirklich dringend; das Ziel ist Selektion, nicht vollständige Isolation.

Quellen

  • Mark, Gudith & Klocke (2008), the cost of interrupted work, CHI Conference

Häufiger Fehler

Jede Interruption als potenziell dringend zu behandeln, was ständiges Wechseln rechtfertigt.

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