Continuing Bonds in der Trauer, praktisch umgesetzt

Eine fortdauernde innere Beziehung zum Verstorbenen als gesunder Teil der Trauer

Was ist die Continuing-Bonds-Theorie der Trauer?

Die Continuing-Bonds-Theorie, entwickelt von Dennis Klass und Kollegen, besagt, dass das Aufrechterhalten einer fortdauernden inneren Beziehung zum Verstorbenen — durch Erinnerung, Ritual und verinnerlichte Verbindung — ein normaler und oft hilfreicher Teil der Trauer ist, kein Zeichen von Pathologie. Beobachtende Forschung stützt das für viele Verbindungsarten, wobei manche Formen (aktives Suchen, Idealisierung) mit schlechteren Ergebnissen verbunden sind.

Jahrzehntelang nahm die Trauertheorie an, gesundes Trauern erfordere „Loslassen“ — das Durchtrennen der Bindung zum Verstorbenen, damit emotionale Energie in lebende Beziehungen reinvestiert werden könne. Dennis Klass, Phyllis Silverman und Steven Nickman stellten das durch Forschung mit trauernden Eltern und Kindern infrage und fanden, dass viele gesund Trauernde fortdauernde Beziehungen zum Verstorbenen aufrechterhielten — innere Repräsentationen, die weiterhin Trost, Einfluss und Orientierung boten. Der Continuing-Bonds-Rahmen veränderte die Trauerberatung, indem er legitimierte, was viele Trauernde bereits privat taten.

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