Symbolische Objekte als greifbare fortdauernde Bindungen nutzen

Bewahre bedeutsame Objekte, die die Person repräsentieren, und nutze sie bewusst, nicht zwanghaft.

Why it works

Physische Objekte fungieren als Übergangsobjekte — Anker für die verinnerlichte Repräsentation der Person. Ein Ring, ein Buch, eine Pflanze aus ihrem Garten bietet sensorischen Zugang zur fortdauernden Bindung, wenn rein innere Repräsentation schwer zugänglich ist. Das Objekt wird zur Brücke zwischen der äußeren, verschwundenen Präsenz und der sich entwickelnden inneren Repräsentation.

How to do it

  1. Wähle ein oder zwei Objekte, die die Person am direktesten repräsentieren — nicht notwendigerweise die finanziell wertvollsten.
  2. Platziere sie dort, wo du ihnen natürlich begegnest, aber nicht so prominent, dass sie zur Aufdringlichkeit werden.
  3. Begegnest du dem Objekt, erlaube dir einen Moment bewusster Verbindung statt automatischer Vermeidung oder zwanghafter Anhaftung.
  4. Vermeide, so viele Objekte anzusammeln, dass die Umgebung zu einem Schrein wird — eines oder zwei sind eine Brücke, viele können ein Hindernis werden.

Evidenz

Übergangsobjekte in der Trauer sind in der klinischen Literatur beschrieben und konsistent mit Winnicotts Theorie der Übergangsobjekte; ihre Nutzung in der Trauer ist klinisch beobachtet und mit adaptiven Continuing Bonds verbunden. (clinical)

Die Grenze zwischen adaptiver Nutzung eines symbolischen Objekts und kompliziertem Trauerverhalten (z. B. alle Besitztümer unverändert bewahren, starke Belastung beim Berühren) ist klinisches Urteilsvermögen, keine scharfe Linie.

Häufiger Fehler

Alle Besitztümer der Person unverändert zu bewahren, in der Überzeugung, irgendetwas davon zu entsorgen würde die Bindung durchtrennen — die Bindung ist verinnerlicht, nicht in den Objekten verortet.

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