Adaptive von komplizierten Continuing Bonds unterscheiden
Bemerke, ob deine Bindung zur Person die Wiederhinwendung zum Leben unterstützt oder verhindert.
Why it works
Nicht alle Formen fortdauernder Bindung sind gleich adaptiv. Verinnerlichte Bindungen (die Person als innerer Wegweiser, ihre Werte als anhaltender Einfluss) und durch Vermächtnis und Ritual ausgedrückte Bindungen sind mit guten Ergebnissen verbunden. Aktives Suchen, Idealisierung und Bindungen, die neue Beziehungen verhindern, sind mit komplizierter Trauer verbunden. Der Unterschied liegt nicht darin, ob die Bindung existiert, sondern wie sie im aktuellen Leben der trauernden Person funktioniert.
How to do it
- Frage dich regelmäßig: Unterstützt meine Verbindung zu dieser Person mein Engagement mit dem gegenwärtigen Leben, oder verhindert sie es hauptsächlich?
- Bemerke, ob sich die Verbindung wie eine Ressource anfühlt, aus der du schöpfst, oder wie eine Einschränkung, in der du feststeckst.
- Verhindert die Bindung neue Beziehungen, neue Erfahrungen oder grundlegendes Lebensengagement, bring das zu einer klinischen Fachperson oder Beraterin.
- Eine gesunde Bindung kann Trauer und Sehnsucht einschließen — die Frage ist, ob sie Leben neben der Trauer erlaubt.
Evidenz
Die Unterscheidung zwischen adaptiven und maladaptiven Continuing Bonds ist ein nuancierter Befund der Continuing-Bonds-Forschung; Field (2006) und andere haben Typologien vorgeschlagen, die zwischen unterstützenden und beeinträchtigenden Bindungen unterscheiden. (observational)
Die Forschung dazu, welche Bindungstypen welche Ergebnisse vorhersagen, entwickelt sich noch weiter; kultureller Kontext prägt erheblich, was als adaptiv oder problematisch im Ausdruck der Bindung gilt.
Quellen
- Field (2006), Unresolved grief and continuing bonds, Death Studies
- Field, N. P. (2006). Unresolved grief and continuing bonds: An attachment perspective. Death Studies, 30(8), 739–756.
Häufiger Fehler
Anzunehmen, die Bindung müsse entweder vollständig bewahrt oder vollständig aufgelöst werden — die Aufgabe ist, sie zu einer Form zu entwickeln, die das Leben unterstützt, nicht zwischen Verbindung und Leben zu wählen.
Übe das mit IX Coach
More practices for Continuing Bonds in der Trauer, praktisch umgesetzt
- Eine verinnerlichte Repräsentation der Person entwickeln
Baue ein reiches inneres Bild davon auf, wer die Person war, das du im Alltag mit dir trägst und zurate ziehst.
- Bedeutungsvolle Trauerrituale schaffen
Etabliere regelmäßige Praktiken, die die Person ehren und die fortdauernde Beziehung markieren.
- Das Vermächtnis der Person im eigenen Leben weitertragen
Identifiziere Werte, Projekte oder Verpflichtungen, die der Person wichtig waren, und trage sie selbst weiter.
- Direkt zur verstorbenen Person sprechen oder schreiben
Wende dich in Briefen, Tagebucheinträgen oder innerem Dialog an den Verstorbenen als Form aktiver fortdauernder Verbindung.
- Symbolische Objekte als greifbare fortdauernde Bindungen nutzen
Bewahre bedeutsame Objekte, die die Person repräsentieren, und nutze sie bewusst, nicht zwanghaft.
- Die fortdauernde Bindung in Gemeinschaft teilen
Sprich mit anderen, die die Person kannten und liebten, über sie und halte die Beziehung in geteilter Erinnerung lebendig.