Die eigenen Geschichten meistern

Die Fakten von der Geschichte trennen, die man sich über sie erzählt, bevor man reagiert.

Why it works

Zwischen einem Ereignis und dem eigenen Gefühl liegt eine Geschichte — eine Deutung —, die die Emotion oft stärker antreibt als die Fakten. Die Geschichte zu erkennen (besonders „Bösewicht“-, „Opfer“- und „Hilflos“-Geschichten) und sie zu hinterfragen erlaubt es, die eigene Reaktion zu wählen, statt von einer ungeprüften Deutung gekapert zu werden.

How to do it

  1. Die beobachtbaren Fakten von der Bedeutung trennen, die man ihnen hinzugefügt hat.
  2. Die eigene Geschichte hinterfragen: „Warum könnte eine vernünftige Person das tun?“
  3. Auf die drei üblichen Geschichten achten — die andere Person zum Bösewicht, sich selbst zum Opfer oder sich selbst zum Hilflosen machen.

Evidenz

Läuft eng parallel zur kognitiven Bewertungstheorie und dem kognitiven Emotionsmodell, die beide gut gestützt sind: Deutung, nicht das Ereignis allein, formt die emotionale Reaktion. (mechanistic)

Der zugrunde liegende Bewertungsmechanismus ist gut belegt; die „Meistere-deine-Geschichten“-Verpackung ist Praktikerrahmung davon.

Quellen

Häufiger Fehler

Die eigene Deutung als Tatsache behandeln („sie respektiert mich eindeutig nicht“) und auf die Geschichte reagieren, als wäre sie das Ereignis.

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