Fragen: Was ist die tatsächliche Wahrscheinlichkeit?

Die realistische Wahrscheinlichkeit des gefürchteten Outcomes explizit schätzen – nicht wie es sich anfühlt, sondern was die Evidenz sagt.

Why it works

Angst entführt die Wahrscheinlichkeitsschätzung: Gefürchtete Outcomes fühlen sich weit wahrscheinlicher an, als sie sind. Das wird durch den Verfügbarkeitsheuristik angetrieben (lebhaft imaginierte Ereignisse fühlen sich wahrscheinlich an) und durch die Tatsache, dass Angst selbst als Signal für Gefahr dient.

How to do it

  1. Den gefürchteten Outcome explizit benennen.
  2. Schätzen: Wie hoch ist die tatsächliche Wahrscheinlichkeit in Prozent?
  3. Basisraten suchen: Wie oft passiert das tatsächlich Menschen in ähnlichen Situationen?
  4. Die Angstschätzung mit der Evidenzschätzung vergleichen.

Evidenz

Wahrscheinlichkeitsüberschätzung ist eine gut belegte Verzerrung bei Angststörungen; KVT-Techniken, die darauf abzielen, zeigen Effekte. (rct)

Basisraten sind nicht immer verfügbar; die Schätzung ist dennoch informativer als ungekalibrierte Angst.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Angstintensität mit der Wahrscheinlichkeit zu verwechseln. Intensives Angstgefühl bedeutet nicht hohe Wahrscheinlichkeit.

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