Die Schwierigkeit an dein aktuelles Niveau anpassen

Eine Schwierigkeit ist nur wünschenswert, wenn du das Vorwissen hast, sie zu überwinden.

Why it works

Dieselbe Schwierigkeit, die einer fortgeschrittenen Lernerin hilft, kann eine Anfängerin überwältigen, weil Wünschenswertheit davon abhängt, ob man die zusätzliche Anstrengung bewältigen kann. Ohne die Voraussetzungen produzieren Testen oder Interleaving nur Scheitern und Frustration. Die Herausforderung an das aktuelle Können anzupassen hält die Schwierigkeit in der produktiven Zone – schwer genug, um zu stärken, nicht so schwer, dass sie blockiert.

How to do it

  1. Beurteile, ob du die Grundlagen hast, um bei der schwereren Methode erfolgreich zu sein.
  2. Wenn nicht, baue zuerst die Voraussetzungen auf, dann füge die Schwierigkeit hinzu.
  3. Erhöhe die Herausforderung, während deine Kompetenz wächst, damit sie produktiv bleibt.

Evidenz

Forschung zu wünschenswerten Schwierigkeiten und dem Expertise-Umkehr-Effekt zeigt, dass das optimale Schwierigkeitsniveau vom Vorwissen abhängt: Was Expertinnen und Experten hilft, kann Anfängerinnen und Anfänger hindern, die Herausforderung muss also auf den Lernenden kalibriert werden. (rct)

Das Prinzip ist gut belegt, aber die richtige Schwierigkeit für eine gegebene Lernerin zu bestimmen ist in der Praxis näherungsweise und wird meist durch Anpassung gefunden.

Quellen

  • Kalyuga et al., expertise-reversal effect (instructional methods interact with learner expertise)

Häufiger Fehler

Einer Anfängerin maximale Schwierigkeit zuzumuten, nach der Theorie „schwer ist gut“, was Scheitern und Entmutigung statt wünschenswerte, überwindbare Anstrengung produziert.

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