Abstrakten Ideen ein konkretes Bild geben

Erfinde ein lebendiges mentales Bild für Ideen, die kein natürliches Bild haben.

Why it works

Abstrakte Konzepte werden standardmäßig nur verbal gespeichert, dem schwächeren Einzelkanal. Bewusst ein konkretes Bild zu erfinden – selbst ein willkürliches oder absurdes – gibt der Idee eine visuelle Spur, die sie sonst nicht hätte. Konkretes, bildhaftes Material wird zuverlässig besser erinnert als abstraktes Material, und ein selbst erzeugtes Bild macht die Verbindung persönlich und haftend.

How to do it

  1. Erfinde für einen abstrakten Begriff eine konkrete Szene oder ein Objekt, das ihn vertritt.
  2. Mach das Bild lebendig, spezifisch und etwas übertrieben, damit es haften bleibt.
  3. Rufe zuerst das Bild ab, wenn du das Konzept brauchst, und entfalte dann seine Bedeutung.

Evidenz

Die Konkretheits- und Bildhaftigkeitseffekte sind in der Gedächtnisforschung gut belegt: Konkrete, bildhafte Worte und selbst erzeugte mentale Bilder werden besser erinnert als abstraktes verbales Material – eine Kernvorhersage der Dual-Coding-Theorie. (rct)

Bilder helfen dem Gedächtnis für die Verbindung, können aber die Bedeutung verzerren, wenn das gewählte Bild das Konzept falsch darstellt; das Bild muss auf die echte Idee zurückverweisen.

Quellen

  • Paivio (1971), dual coding theory (concreteness and imagery effects)

Häufiger Fehler

Schlussfolgern, abstraktes Material "muss einfach auswendig gelernt werden", und es verbal einprügeln, statt das konkrete Bild zu erfinden, das ihm einen zweiten Kanal geben würde.

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