Benennen Sie Unbehagen präzise, bevor Sie danach handeln

Zu benennen, welche Art von Unbehagen Sie fühlen, verringert dessen Macht, automatisch Vermeidung auszulösen.

Why it works

Affektbenennung — eine Emotion in Worte zu fassen — aktiviert den präfrontalen Kortex und verringert die Amygdala-Reaktivität, was die gefühlte Intensität des aversiven Zustands mindert. Präzisere Bezeichnungen (Langeweile, Frustration, Verlegenheit, physische Anstrengung) legen auch die eigentliche Quelle der Vermeidung offen, was es ermöglicht, absichtlich statt automatisch zu reagieren.

How to do it

  1. Wenn Sie den Zug spüren, etwas zu vermeiden, halten Sie inne und benennen Sie das konkrete Unbehagen: „Das ist Langeweile“, „Das ist soziale Angst“, „Das ist körperliche Anstrengung.“
  2. Beachten Sie, ob das Unbehagen ein Zeichen von Gefahr oder ein Zeichen von Wachstum ist.
  3. Fahren Sie mit der Handlung fort, während Sie die Bezeichnung halten, statt zu warten, bis das Gefühl verschwindet.

Evidenz

Affektbenennung reduziert zuverlässig die mit Emotion verbundene physiologische Erregung und reduziert Vermeidungsverhalten in Studien zur emotionalen Verarbeitung. (observational)

Die meisten Studien testen das Benennen negativer emotionaler Reize, nicht die Anwendung auf selbstgesteuerte Vermeidungssituationen im Speziellen.

Quellen

Häufiger Fehler

Das Gefühl vollständig zu unterdrücken („ich denke nicht darüber nach, wie unangenehm das ist“), statt es anzuerkennen und zu benennen — Unterdrückung erhöht die physiologische Erregung, statt sie zu senken.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Unbehagen annehmen: Widerstand in Wachstum verwandeln

Verwandte Konzepte