Bewerten Sie Unbehagen als Signal von Engagement neu

Physiologische Erregung als Aufregung statt als Bedrohung zu deuten verändert ihre Wirkung auf die Leistung.

Why it works

Die Theorie kognitiver Neubewertung besagt, dass derselbe physiologische Zustand (erhöhter Herzschlag, Anspannung, erhöhte Wachsamkeit) als Bedrohung oder als engagierte Herausforderung erlebt werden kann, je nachdem, wie er interpretiert wird. Das physiologische Signal ist mehrdeutig; die Bewertung ist es nicht. „Ich bin ängstlich“ als „ich bin aktiviert“ umzudeuten leitet dieselbe Erregung durch Annäherungsmotivations-Schaltkreise statt durch Vermeidungsschaltkreise.

How to do it

  1. Wenn Sie vor einer schwierigen Aufgabe die körperlichen Zeichen von Unbehagen bemerken (Anspannung, schnellerer Puls, Unruhe), sagen Sie innerlich: „Mein Körper ist bereit.“
  2. Rahmen Sie das Unbehagen als Gefühl von Engagement um, nicht Bedrohung: „So fühlt sich Kümmern in meinem Körper an.“
  3. Handeln Sie aus dieser Neubewertung heraus, statt auf Ruhe zu warten.

Evidenz

Neubewertungsforschung zeigt, dass Menschen zu sagen, ihre Erregung vor einer stressigen Aufgabe sei „Aufregung“ (nicht Angst), die Leistung verbessert und die gefühlte Aversivität der Aufgabe reduziert. (rct)

Die Effekte sind bei kontrollierbaren Leistungssituationen am klarsten; bei unkontrollierbaren Stressoren oder klinischer Angst kann der Rat „bewerte einfach neu“ abwertend wirken. Im entsprechenden Rahmen anwenden.

Quellen

Häufiger Fehler

Zu versuchen, aus einem Zustand hoher Panik heraus neu zu bewerten, in dem kognitive Kontrolle nicht verfügbar ist. Neubewertung funktioniert am besten, wenn Erregung erhöht, aber nicht überwältigend ist.

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