Verbinde die Aufgabe mit deiner Identität, um den Erreichungswert zu aktivieren

Aufgaben, die für dein Selbstverständnis relevant sind, nicht nur für das, was du willst, haben eine eigene, schwerer erschöpfbare Motivationsquelle.

Why it works

Erreichungswert – die Wichtigkeit, gut abzuschneiden, weil es für das eigene Selbstkonzept relevant ist – wirkt über einen anderen Mechanismus als Nutzwert: Er ist nicht instrumentell, sondern konstitutiv. Bei etwas identitätsrelevantem gut abzuschneiden bedeutet, gut darin zu sein, wer man ist. Das aktiviert Selbstkonsistenz-Motivation, die weniger anfällig für Erschöpfung ist als anreizbasierte Motivation, weil sie nicht von einer eintreffenden äußeren Belohnung abhängt.

How to do it

  1. Formuliere für ein Ziel, das du konsequenter verfolgen willst, einen Identitätssatz: "Ich bin jemand, der ___."
  2. Formuliere den Satz über das, was du tust, nicht was du anstrebst: Er sollte so wahr wie möglich sein und mit jeder Handlung noch wahrer werden.
  3. Kehre bei nachlassender Motivation zum Identitätssatz zurück, nicht zum Ergebnisziel.

Evidenz

Identitätsbasierte Motivationsforschung (Oyserman und Kollegen) zeigt, dass eine mit der Identität verknüpfte Aufgabe motivierender wird, selbst ohne äußere Anreize – im Einklang mit Eccles' Konstrukt des Erreichungswerts. (observational)

Identitätsbasierte Motivation wirkt am effektivsten, wenn der Identitätsanspruch bereits teilweise zutrifft; rein aspirative Identitätsaussagen ohne Belege wirken tendenziell kontraproduktiv, weil sie die Lücke aktivieren statt sie zu schließen.

Quellen

Häufiger Fehler

Eine Identität behaupten, für die noch keine Belege existieren – das Gehirn registriert das als Diskrepanz statt als motivierende Selbstdefinition.

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