Erkläre auch gute Ereignisse optimistisch

Lies deine Erfolge als dauerhaft, alles durchdringend und persönlich – der optimistische Spiegel der drei Ps.

Why it works

Erklärungsstil wirkt in beide Richtungen. Optimisten mildern nicht nur schlechte Ereignisse, sondern verinnerlichen auch gute – sie schreiben sie stabilen, breiten, persönlichen Ursachen zu ("ich bin fähig", nicht "ich hatte Glück"). Erfolge bewusst so zu erklären baut die dauerhafte Selbstwirksamkeit auf, die Durchhaltevermögen antreibt – und die Pessimisten oft untergraben, indem sie ihre eigenen Erfolge kleinreden.

How to do it

  1. Schreib nach etwas, das gut gelaufen ist, deine erste Erklärung dafür auf.
  2. Prüfe, ob du Glück/anderen (pessimistisch) oder deinen eigenen stabilen Qualitäten (optimistisch) Anerkennung zuschreibst.
  3. Formuliere den Erfolg neu, ausgehend davon, was er über deine dauerhafte Fähigkeit aussagt.

Evidenz

Das Erklärungsstil-Rahmenwerk unterscheidet ausdrücklich zwischen Attributionen für gute und schlechte Ereignisse; gute Ereignisse internen, stabilen, globalen Ursachen zuzuschreiben ist Teil des optimistischen Stils, der in der Forschungsliteratur mit besserem Durchhaltevermögen und besserer Stimmung verbunden ist. Der Attributional Style Questionnaire operationalisiert und bewertet diese Attributionen für positive Ereignisse gesondert und gibt der Dimension der guten Ereignisse damit ein validiertes Maß statt eines rhetorischen Spiegels der Dimension schlechter Ereignisse. (observational)

Korrelativ; jeden Erfolg übermäßig zu internalisieren kann auch in Grandiosität übergehen, also halte es an echtem Beitrag verankert.

Quellen

Häufiger Fehler

Nur an negativen Gedanken arbeiten, während man Erfolge reflexartig als Glück abtut – das lässt den pessimistischen Stil halb installiert und hungert die Selbstwirksamkeit aus.

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