Die Kosten der Untätigkeit berechnen

Projiziere die Kosten – finanziell, emotional, körperlich – von NICHT-Handeln, nach 6 Monaten, 1 Jahr, 3 Jahren.

Why it works

Verlustaversion und Gegenwartspräferenz lassen die sichtbaren Risiken des Handelns größer erscheinen als die unsichtbaren, sich anhäufenden Kosten des Stillstands. Die Kosten der Untätigkeit zu Papier zu bringen korrigiert diese Asymmetrie: Der Status quo, der sicher wirkte, entpuppt sich als mit einem eigenen, steigenden Preis behaftet. Das ist meist die Spalte, die die Blockade löst.

How to do it

  1. Aufschreiben, was es dich kosten wird, genau so zu bleiben, wie du bist – nach 6 Monaten, 1 Jahr und 3 Jahren.
  2. Alle drei Dimensionen abdecken: finanziell, emotional und körperlich.
  3. Diese Summe mit dem nun begrenzten Worst Case des Handelns vergleichen.

Evidenz

Deckt sich mit etablierten verhaltensökonomischen Befunden zu Verlustaversion und Gegenwartspräferenz sowie mit der Tendenz, Unterlassung im Vergleich zu Handlung zu unterschätzen. Die Fear-Setting-Rahmung ist eine Praktikeranwendung dieser Ideen, keine getestete Intervention. (mechanistic)

Projizierte Kosten sind Schätzungen, keine Prognosen. Der Wert liegt darin, die Verzerrung hin zur Untätigkeit zu korrigieren, nicht in präzisen Zahlen.

Quellen

Häufiger Fehler

„Nichts tun“ als Nullkosten-Basisoption behandeln, obwohl Untätigkeit oft die höchsten Kosten aller Optionen trägt.

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