Widrigkeiten vorwegnehmen (die stoische Wurzel)

Kurz und regelmäßig Verlust und Schwierigkeit im Voraus durchspielen, unabhängig von einer konkreten Entscheidung.

Why it works

Fear-Setting ist ein strukturierter Nachfahre der stoischen premeditatio malorum – gelassen Rückschläge im Voraus vorzustellen. Widrigkeiten im Voraus zu proben dämpft ihre emotionale Wucht, wenn sie eintreten, und schwächt hedonische Anpassung, indem sie die Wertschätzung für das, was man aktuell hat, erneuert. Man begegnet dem Schlag, nachdem man ihm bereits in der Vorstellung begegnet ist.

How to do it

  1. Einmal pro Woche ein paar Minuten damit verbringen, sich ruhig einen Rückschlag vorzustellen (einen Verlust, ein Scheitern, eine Härte).
  2. Bemerken, dass man trotzdem zurechtkäme – dann die Aufmerksamkeit wieder auf das richten, was man gerade hat.
  3. Kurz und unspektakulär halten; das Ziel ist Gelassenheit, nicht Grübeln.

Evidenz

Eine stoische Kernpraxis mit klarer konzeptioneller Linie zum Fear-Setting. Ihr Mechanismus überschneidet sich mit Forschung zu affektiver Prognose (wir überschätzen, wie schlimm schlechte Ereignisse sich anfühlen) und Dankbarkeit. Als eigenständiges Protokoll ist sie philosophisch, nicht studiengetestet. (mechanistic)

Für manche kann das Durchspielen von Verlust in ängstliches Grübeln kippen. Kurz und begrenzt halten; wenn es sich hochschaukelt, aufhören.

Häufiger Fehler

Vorwegnahme zu Grübeln werden lassen – sich im schlechten Ergebnis zu verfangen, statt es leicht zu berühren und zur Gegenwart zurückzukehren.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Fear-Setting, ganz praktisch

Verwandte Konzepte