Den schlimmsten Fall konkret definieren

Liste die schlimmsten Dinge auf, die passieren könnten, wenn du die Handlung durchführst – konkret, nicht vage.

Why it works

Undefinierte Angst wird als diffuse Bedrohung verarbeitet, die das Gehirn als größer und weniger entkommbar behandelt, als sie ist. Jeden Worst Case als spezifisches, begrenztes Ereignis aufzuschreiben, verwandelt frei schwebende Angst in eine endliche Liste, über die man tatsächlich nachdenken kann. Die Angst zu benennen ist der Schritt, der sie analysierbar macht statt lähmend.

How to do it

  1. Die Handlung wählen, die du vermeidest, und sie oben aufschreiben.
  2. Jedes Worst-Case-Ergebnis auflisten, das du dir vorstellen kannst, eine Zeile pro Ereignis, als konkrete Vorkommnisse.
  3. Jedes auf einer Skala von 1–10 bewerten, sowohl danach, wie wahrscheinlich als auch wie dauerhaft es wirklich ist.

Evidenz

Dies ist eine Praktikerübung. Ihr plausibler Mechanismus deckt sich mit der Affect-Labeling-Forschung – Gefühle in Worte zu fassen ist mit reduzierter Amygdala-Reaktivität verbunden – und mit der stoischen Praxis der premeditatio malorum. Das Fear-Setting-Protokoll selbst ist nicht untersucht. (mechanistic)

Es gibt keine formalen Ergebnisstudien zu „Fear-Setting“. Die Wahrscheinlichkeits-/Dauerhaftigkeitsbewertungen als Denkhilfe behandeln, nicht als Daten.

Quellen

Häufiger Fehler

Ängste als vage Schlagzeilen auflisten („es wird eine Katastrophe“) statt als spezifische, bewertbare Ereignisse – was die Angst global und unbesiegbar hält.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Fear-Setting, ganz praktisch

Verwandte Konzepte