Mit Trägheit-und-Mattigkeit (thina-middha) arbeiten

Mattigkeit und Schläfrigkeit in der Meditation erfordern belebende Gegenmittel, nicht mehr Beruhigung.

Why it works

Trägheit-und-Mattigkeit ist ein Unterstimulierungszustand — der Meditierende hat unzureichende kortikale Aktivierung, um Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten. Sanftes Beruhigen und Atemfokus vertiefen die Unterstimulierung; die richtigen Gegenmittel sind solche, die milde Aktivierung ohne Erregung einführen: die Augen öffnen, stehen, gehen, energische Aufmerksamkeit auf den Atem oder ein helles Visualisierungsobjekt.

How to do it

  1. Wenn Mattigkeit ankommt, öffne die Augen leicht und blicke in einem 45-Grad-Winkel nach unten.
  2. Richte die Haltung auf — Zusammensacken vertieft Trägheit.
  3. Wechsle vom Atemfokus zu einem aktiveren Objekt: den Empfindungen in den Fußsohlen oder Gehmeditation.
  4. Bei starker Schläfrigkeit steh auf und mache einige Minuten Gehmeditation, bevor du zum Kissen zurückkehrst.

Evidenz

Aufrechte Körperhaltung erhöht die kortikale Erregung; Gehen erhöht die Wachheit im Vergleich zum Sitzen — im Einklang mit den vorgeschriebenen belebenden Gegenmitteln für Mattigkeit. (mechanistic)

Peper & Lin untersuchen Haltung und Depression, nicht speziell Meditationsträgheit; der Wachheitsmechanismus wird geteilt.

Quellen

Häufiger Fehler

Versuchen, sich durch Trägheit hindurch mit mehr Konzentrationsanstrengung durchzukämpfen — wie zu versuchen, in einem dunklen Raum besser zu sehen, indem man stärker blinzelt.

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