Wöchentlich an das zukünftige Selbst schreiben

Regelmäßiges Schreiben an ein benanntes zukünftiges Selbst baut die Beziehung auf und lässt zukünftiges Wohlbefinden persönlich wirken.

Why it works

Die Beziehungsqualität zum zukünftigen Selbst ist eine trainierbare Variable, kein fixes Merkmal. Regelmäßiger Austausch mit einem benannten, charakterisierten zukünftigen Selbst baut im Lauf der Zeit gefühlte Ähnlichkeit und Fürsorge auf — derselbe Mechanismus, durch den Beziehungen zu anderen Menschen aufgebaut werden. Ein zukünftiges Selbst, dem du wöchentlich schreibst, ist schwerer zu bestehlen als eines, an das du nie gedacht hast.

How to do it

  1. Gib deinem zukünftigen Selbst ein konkretes Alter und benenne die Lebensumstände, in denen es lebt.
  2. Schreib eine kurze wöchentliche Notiz (auch nur 3–4 Sätze), die beschreibt, was du gerade tust, das ihm nützt oder schadet.
  3. Erkenne Entscheidungen an, bei denen du seine Interessen geschützt hast, statt nur Fehlschläge zu katalogisieren.

Evidenz

Die Praxis steht im Einklang mit Hershfields Befund, dass Lebhaftigkeit und Vertrautheit mit dem zukünftigen Selbst zeitliche Diskontierung reduzieren. Journaling als Selbstwahrnehmungspraxis hat breitere Unterstützung in klinischer und persönlicher Entwicklungsforschung. (anecdotal)

Journaling zum zukünftigen Selbst wurde nicht eigenständig erprobt; die Praxis ist eine Extrapolation von Hershfields Visualisierungsforschung und allgemeinen Journaling-Vorteilen.

Häufiger Fehler

Nur an das zukünftige Selbst zu schreiben, wenn eine bestimmte Entscheidung ansteht, statt als regelmäßige, beziehungsaufbauende Praxis — der Effekt kumuliert durch wiederholten Kontakt, nicht durch Einzelepisoden.

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