Intrinsische vs. extrinsische Motivation: Was die Forschung wirklich zeigt

Die Unterscheidung, die unser Denken über Belohnungen veränderte – und ihre Feinheiten

Intrinsische vs. extrinsische Motivation: wann Belohnungen nach hinten losgehen

Intrinsische Motivation bedeutet, etwas zu tun, weil es an sich interessant oder befriedigend ist; extrinsische Motivation bedeutet, es für ein trennbares Ergebnis zu tun (Bezahlung, Lob, Bestrafung vermeiden). Forschung von Deci und Ryan zeigt, dass greifbare, erwartete, bedingte Belohnungen das intrinsische Interesse an bereits genussvollen Aufgaben untergraben können – die starke Version („alle Belohnungen schaden“) ist jedoch umstritten. Die praktische Frage lautet: welche Art von Belohnung, für welche Aufgabe, unter welchen Bedingungen?

Die Unterscheidung zwischen intrinsisch und extrinsisch ist eine der wichtigsten und meistmissverstandenen Ideen der Motivationspsychologie. Die populäre Version sagt „Belohnungen töten die Motivation“ – das ist zu einfach. Der tatsächliche Befund ist, dass bestimmte Arten von Belohnungen (erwartet, greifbar, an die Ausführung der Tätigkeit gebunden) das intrinsische Interesse an bereits interessanten Aufgaben untergraben können, während andere Arten (unerwartet, informativ, an Qualität gebunden) das tendenziell nicht tun. Das Verständnis der Bedingungen entscheidet, ob eine Belohnung hilft oder schadet.

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