Den Endowment-Effekt prüfen

Du überschätzt, was du bereits besitzt, nur weil es dir gehört — bewerte es wie ein Fremder.

Why it works

Weil das Hergeben von etwas als Verlust registriert wird, verlangen Menschen mehr, um einen Gegenstand zu verkaufen, als sie zahlen würden, um denselben Gegenstand zu kaufen — der Endowment-Effekt. Besitz überhöht den wahrgenommenen Wert durch Verlustaversion, nicht durch eine reale Veränderung der Sache. Zu fragen, was du heute dafür zahlen würdest, als Nicht-Besitzer, stellt eine ehrliche Bewertung wieder her.

How to do it

  1. Wähle etwas, das du besitzt und das du nur ungern hergibst (einen Besitz, eine Verpflichtung, eine Rolle).
  2. Frage: Wenn ich das nicht schon hätte, was würde ich genau bezahlen, um es heute zu erwerben?
  3. Wenn der Kaufpreis weit unter dem Preis liegt, zu dem du dich weigerst loszulassen, ist die Lücke Besitzstreben, nicht Wert.

Evidenz

Kahneman, Knetsch & Thalers Becher-Experimente fanden wiederholt, dass Verkäufer etwa doppelt so viel verlangen wie Käufer für denselben Gegenstand zahlen würden — ein direkter Nachweis des Endowment-Effekts. (rct)

Der Effekt ist schwächer bei Gegenständen, die ausdrücklich zum Tausch gehalten werden, und variiert mit Erfahrung; er ist eine reale Verzerrung, kein konstanter Multiplikator.

Quellen

  • Kahneman, Knetsch & Thaler (1990), "Experimental Tests of the Endowment Effect and the Coase Theorem", J. Political Economy

Häufiger Fehler

Bindung mit Wert zu verwechseln. Dass Loslassen wehtut, ist Beweis für Besitz, nicht Beweis dafür, dass die Sache wertvoll ist.

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