Versunkene Kosten von der nächsten Entscheidung trennen

Was du bereits ausgegeben hast, ist weg — entscheide nur auf Basis dessen, was als Nächstes passiert.

Why it works

Verlustaversion befeuert den Sunk-Cost-Fehlschluss: einen Verlustpfad fortzusetzen, um nicht das bereits Investierte zu „verschwenden“, weil das Aufgeben den Verlust unumkehrbar macht. Das Geld, die Zeit oder der Aufwand ist so oder so unwiederbringlich und sollte in der zukunftsgerichteten Entscheidung null Gewicht haben. Die versunkenen Kosten explizit zu benennen, erlaubt dir, sie aus der Rechnung auszuschließen.

How to do it

  1. Sprich laut aus, was bereits ausgegeben und unwiederbringlich ist — dann beschrifte es mit „weg, irrelevant“.
  2. Frage nur: Von wo ich jetzt stehe, was ist der beste nächste Schritt?
  3. Wenn du diesen Weg heute nicht neu beginnen würdest, ist das deine Antwort.

Evidenz

Der Sunk-Cost-Effekt ist experimentell gut dokumentiert; Arkes & Blumer zeigten, dass Menschen bei einer schlechteren Option bleiben, nur weil sie bereits dafür bezahlt haben, über mehrere Studien hinweg. (rct)

Manches Durchhalten ist rational (Reputation, Lernen, vertragliche Verpflichtung); der Fehlschluss besteht darin, dass die unwiederbringlichen Kosten selbst die Entscheidung treiben.

Quellen

  • Arkes & Blumer (1985), "The Psychology of Sunk Cost", Organizational Behavior and Human Decision Processes

Häufiger Fehler

Nachlegen, um es „wert zu machen“. Je mehr du verloren hast, desto stärker der Drang weiterzumachen — genau dann solltest du innehalten und von null neu rechnen.

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