Mattering: Sich zählend fühlen
Warum sich für andere bedeutsam zu fühlen ein grundlegendes psychologisches Bedürfnis ist – und wie man es kultiviert
Was ist Mattering in der Psychologie?
Gordon Flett definiert Mattering als das Gefühl, für andere bedeutsam zu sein – bemerkt, wichtig und gebraucht. Das Gefühl, zu zählen, sagt in großen Beobachtungsstichproben geringere Depression, höheres Engagement und verringerte Suizidalität voraus. Anti-Mattering – das Gefühl, unsichtbar oder eine Last zu sein – ist ein stärkerer Prädiktor für Leid als bloß fehlende positive soziale Verbindung.
Die meisten Rahmen psychologischer Bedürfnisse konzentrieren sich auf Autonomie, Kompetenz oder Zugehörigkeit. Gordon Fletts Mattering-Forschung fügt etwas Konkreteres hinzu: das gefühlte Empfinden, dass du zählst, dass jemand es bemerken würde, wärst du weg, dass deine Anwesenheit einen Unterschied macht. Anti-Mattering – das Gefühl, unsichtbar oder eine Last zu sein – ist ein robuster Prädiktor für Depression und suizidale Gedanken, unabhängig von sozialer Isolation allein. Die gute Nachricht ist, dass Mattering teilweise dadurch geschaffen wird, wie du dich verhältst, nicht nur durch Umstände. Es folgen die Praktiken mit ihren Mechanismen und einer ehrlichen Einschätzung der Evidenz.
Übungen
- Bemerke, wie du bereits zählst
Bring bewusst Evidenz an die Oberfläche, dass du bemerkt, wichtig oder gebraucht wirst.
- Wie man jemandem das Gefühl gibt, zu zählen
Um jemandem das Gefühl zu geben, zu zählen: benenne, was du konkret bemerkt hast, sag ihm den Unterschied, den es gemacht hat, und verlass dich auf etwas Echtes von ihm.
- Prüf und verringere Anti-Mattering-Einflüsse
Bestimme die Menschen, Umgebungen und Gewohnheiten, die dich am zuverlässigsten unsichtbar oder lästig fühlen lassen.
- Kläre, wie deine Rolle zu anderen beiträgt
Kartiere die konkrete nachgelagerte Wirkung, die deine Arbeit und Anwesenheit auf bestimmte Menschen haben.
- Schaff jeden Tag Mikro-Mattering-Momente
Schau Menschen in die Augen, nutz ihren Namen und anerkenne sie konkret – in den kleinen Begegnungen deines Tages.
- Frag die Menschen, die dir wichtig sind, wie es ihnen geht – und hör wirklich zu
Check bei jemandem ein auf eine Weise, die signalisiert, dass er dir im Kopf ist, nicht nur in deinem Adressbuch.
- Dien in einem Kontext, in dem dein Beitrag sichtbar ist
Engagier dich freiwillig, mentoriere oder hilf in einem Rahmen, in dem die Wirkung deiner Anwesenheit greifbar und direkt ist.