Nutze mentale Konten absichtlich, nicht zufällig

Derselbe Bias, der Entscheidungen verzerrt, kann genutzt werden, um deine Prioritäten zu schützen.

Why it works

Mentale Buchführung ist nicht rein ein Fehler. Geld für einen etikettierten Zweck zurückzulegen („das ist der Notgroschen, unantastbar“) nutzt genau die Zähigkeit des Kontos, um eine Verpflichtung durchzusetzen. Der Trick ist, die Konten absichtlich so zu gestalten, dass sie deinen Zielen dienen, statt willkürliche Etiketten sich selbst bilden zu lassen, die still dein Verhalten steuern.

How to do it

  1. Wähl eine kleine Zahl zweckmäßiger Konten, die zu deinen tatsächlichen Prioritäten passen.
  2. Beschrifte sie klar und mach die „unantastbaren“ tatsächlich schwerer anzugreifen.
  3. Überprüfe die Konten gelegentlich, damit sie aktuelle Ziele widerspiegeln, nicht abgestandene Gewohnheiten.

Evidenz

Thaler und andere bemerken, dass mentale Buchführung und Zweckbindung als Selbstkontrollinstrument funktionieren können, und Feldstudien zu etikettiertem oder aufgeteiltem Sparen finden, dass Zweckbindung das Sparen steigern und Überausgaben reduzieren kann. (observational)

Die Evidenz stützt Zweckbindung als hilfreichen Anstoß; Ergebnisse variieren je nach Gestaltung, und starre Konten können auch irrationale Umschichtungsverweigerungen verursachen.

Quellen

  • Thaler (1999), "Mental Accounting Matters" (self-control function of mental accounts)

Häufiger Fehler

Konten zu Regeln erstarren zu lassen, die dir nicht mehr dienen – sich zu weigern, Geld für einen echten Bedarf umzuschichten, weil „das ist das Urlaubskonto“.

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