Führe einen persönlichen Modellkatalog mit Beispielen

Halte ein schriftliches Inventar deiner Modelle, jedes illustriert mit einem echten Beispiel aus deiner eigenen Erfahrung.

Why it works

Ein Modell, das nur in abstrakter Form gespeichert ist, wird im Feld selten abgerufen — die Abrufbedingungen müssen konkret und situativ sein. Jedes Modell an ein persönliches Beispiel zu verankern, schafft einen episodischen Abrufhinweis: Wenn eine zukünftige Situation dem Beispiel ähnelt, wird das Modell automatisch aktiviert, statt eine bewusste Suche zu erfordern.

How to do it

  1. Erstelle ein Dokument, Notizbuch oder Kartenset mit einem Modell pro Eintrag.
  2. Schreibe für jedes Modell: den Namen, den Mechanismus in zwei Sätzen und ein echtes Beispiel aus deinem eigenen Leben.
  3. Sieh den Katalog monatlich durch — das Lesen deiner eigenen Beispiele aktiviert stärker als das Lesen von Definitionen.
  4. Füge jedes Mal ein neues Modell hinzu, wenn du eines triffst, das du noch nie genutzt hast.

Evidenz

Forschung zur Kodierspezifität (Tulving) zeigt, dass sich der Gedächtnisabruf verbessert, wenn die Abrufbedingungen den Kodierbedingungen entsprechen. Ein persönliches Beispiel ist ein reichhaltigerer, spezifischerer Kodierhinweis als eine abstrakte Definition. (mechanistic)

Der Katalogansatz ist ein Praktikerwerkzeug; direkte Vergleiche zwischen katalogbasiertem Modellabruf und reinem Definitionslernen sind nicht formal untersucht.

Quellen

  • Tulving & Thomson (1973), encoding specificity and retrieval processes, Psychological Review

Häufiger Fehler

Den Katalog mit Definitionen zu füllen, die von Farnam Street oder Wikipedia kopiert wurden, statt mit deinen eigenen Beispielen — das erzeugt nicht die Abrufhinweise, auf denen die Praxis beruht.

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