Sammle gezielt Modelle aus Bereichen außerhalb deiner Fachrichtung

Wähle jedes Quartal ein Modell aus einer Disziplin, in der du nicht arbeitest, und lerne es gut genug, um es zu erklären.

Why it works

Fachwissen in einem Bereich erzeugt lokale Optimierung: Muster werden innerhalb des Bereichs schnell und genau erkannt, aber blinde Flecken summieren sich an den Grenzen. Gezielt Modelle aus benachbarten oder entfernten Feldern zu erwerben, schafft Transferpotenzial — die Fähigkeit, strukturelle Ähnlichkeiten zwischen einem neuen Problem und einem Bereich zu erkennen, den man bereits versteht. Mungers Lesegewohnheit war genau darauf ausgelegt, diese Kreuzbestäubung zu erzwingen.

How to do it

  1. Liste die fünf oder sechs Disziplinen auf, die deinem Hauptfach am stärksten unähnlich sind.
  2. Wähle ein Modell aus jeder (z. B. natürliche Selektion aus der Biologie, Angebot/Nachfrage aus der Ökonomie, Inversion aus der Mathematik).
  3. Lerne es so gut, dass du es einem Laien ohne Fachjargon erklären kannst.
  4. Führe eine laufende persönliche Referenz — keine Definitionen, sondern Beispiele des Modells in der realen Welt.

Evidenz

Forschung zu analogem Denken (Gentner u. a.) zeigt, dass die Auseinandersetzung mit strukturell ähnlichen Problemen aus verschiedenen Bereichen Transfer und Einsicht verbessert. Mungers Latticework ist eine praktische Umsetzung dieses Prinzips. (mechanistic)

Mungers Latticework ist Praktikerrat, kein experimentell validiertes Curriculum. Die zugrunde liegende Forschung zum bereichsübergreifenden Transfer stützt den allgemeinen Mechanismus, nicht den spezifischen Ansatz der Modellsammlung.

Häufiger Fehler

Modellnamen zu sammeln (Verfügbarkeitsheuristik, Effekte zweiter Ordnung), ohne je ein echtes Beispiel durchzuarbeiten — ein Vokabular statt eines Werkzeugkastens aufzubauen.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Mentale Modelle: Charlie Mungers Latticework-Ansatz

Verwandte Konzepte