Frage immer, was nach dem offensichtlichen Effekt passiert

Verfolge bei jeder Entscheidung mindestens zwei Schritte an Konsequenzen, bevor du dich festlegst.

Why it works

Effekte erster Ordnung sind sichtbar und unmittelbar; Effekte zweiter und dritter Ordnung sind verzögert, verteilt und typischerweise ohne gezieltes Nachdenken nicht sichtbar. Die meisten kostspieligen Fehler bei Entscheidungen entstehen nicht durch Missverständnis des direkten Effekts, sondern durch das Ignorieren nachgelagerter Konsequenzen — die das Ergebnis erster Ordnung oft umkehren oder dominieren.

How to do it

  1. Formuliere den direkten, beabsichtigten Effekt deiner Entscheidung.
  2. Frage für jede Konsequenz „Und dann was?“ — mindestens zweimal.
  3. Identifiziere, wer sonst betroffen ist und in welchem Zeitrahmen, besonders jene, die nicht im Raum sind.
  4. Prüfe, ob ein Effekt zweiter Ordnung den Gewinn erster Ordnung wertlos oder kontraproduktiv macht.

Evidenz

Systemdenken-Forschung und Politikanalyse dokumentieren die Häufigkeit unbeabsichtigter Konsequenzen bei Interventionen, die nur Effekte erster Ordnung modellieren. Der Mechanismus — menschliche kognitive Kurzsichtigkeit für verzögerte und indirekte Effekte — ist in der Verhaltensökonomie gut belegt. (mechanistic)

Denken zweiter Ordnung als formale Praxis hat Praktikerevidenz; ihr unabhängiger Effekt gegenüber Analysen erster Ordnung wurde in kontrollierten Experimenten nicht isoliert.

Häufiger Fehler

Die Frage zur zweiten Ordnung als beantwortet zu betrachten, sobald du einen nachgelagerten Effekt benannt hast, statt die volle Kausalkette weiterzuverfolgen.

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