Eine Idee vorab einführen, bevor man sie formell vorschlägt

Ein Konzept informell und wiederholt einführen, bevor eine Entscheidung dazu ansteht — Vertrautheit mildert Widerstand.

Why it works

Neuartige Ideen lösen Unsicherheitsreaktionen aus; vertraute Ideen lösen flüssige Verarbeitung aus, die als milder positiver Eindruck gedeutet wird. Ein Konzept vorab in beiläufigen, niedrigschwelligen Kontexten einzuführen — es beiläufig erwähnen, auf einen verwandten Artikel verlinken, eine anschließende Frage stellen — baut genug Vertrautheit auf, sodass es bei der formellen Vorstellung wie etwas bereits teilweise Bedachtes wirkt statt wie eine Störung.

How to do it

  1. Identifiziere ein Konzept oder einen Vorschlag, für den du künftig Zustimmung brauchen wirst.
  2. Bringe es über mehrere Wochen beiläufig in relevanten Gesprächen zur Sprache, ohne daraus eine Präsentation zu machen.
  3. Verknüpfe das Konzept mit Problemen, die die Person bereits anerkennt.
  4. Wenn du es formell vorschlägst, hat das Publikum bereits teilweise Vertrautheit — der Widerstand ist geringer.

Evidenz

Mere-Exposure-Effekte erstrecken sich auch auf komplexe Ideen und Argumente, nicht nur auf einfache Reize. Angewandte Arbeiten zu organisationalem Wandel legen nahe, dass wiederholte informelle Exposition den Widerstand gegen Organisationsentscheidungen mindert — konsistent mit dem Mechanismus. (mechanistic)

Die erweiterte Anwendung auf die Annahme komplexer Ideen ist theoretisch fundiert, aber weniger direkt untersucht als Exposition gegenüber einfachen Reizen; realer Widerstand gegen Ideen umfasst mehr als bloße Vertrautheit.

Häufiger Fehler

Eine risikoreiche Idee kalt zu präsentieren — ohne vorherige Exposition — und den Widerstand der Idee selbst zuzuschreiben statt ihrer Neuartigkeit.

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