Verteilte Wiederholung zentraler Ideen im Lehren und Coachen nutzen

Kernkonzepte über mehrere Sitzungen hinweg erneut aufzugreifen baut flüssiges Verständnis auf — Mere Exposure verstärkt verteiltes Üben.

Why it works

Verteilte Wiederholung ist in erster Linie ein Gedächtnisphänomen (die Kodierstärke steigt mit verteilter Übung), doch Mere Exposure fügt eine affektive Ebene hinzu: Konzepte, die sich vertraut anfühlen, werden auch als glaubwürdiger und wahrscheinlicher wahr eingeschätzt — der "Illusory-Truth-Effekt". Kernideen wiederholt und in unterschiedlichen Kontexten zu lehren, baut sowohl Verständnis als auch ein Gefühl der Stimmigkeit auf, das die Übernahme unterstützt.

How to do it

  1. Identifiziere die zwei oder drei wichtigsten Ideen, die jemand verstehen soll.
  2. Greife sie über mehrere Sitzungen in verschiedenen Formen erneut auf — unterschiedliche Beispiele, unterschiedliche Blickwinkel.
  3. Widerstehe dem Drang, zu neuem Stoff überzugehen, bevor sich die Kernideen für den Lernenden flüssig und selbstverständlich anfühlen.

Evidenz

Der Illusory-Truth-Effekt — dass wiederholte Aussagen als wahrer eingeschätzt werden — ist in der Gedächtnisforschung gut repliziert. In Kombination mit den Effekten verteilten Übens auf das Behalten zählt Wiederholung zu den am besten belegten pädagogischen Werkzeugen. (rct)

Der Illusory-Truth-Effekt gilt auch für Falschinformationen — Wiederholung erhöht den Glauben unabhängig von der Richtigkeit. Das ist eine ethische Grenze: Wiederhole nur Aussagen, die du geprüft hast.

Quellen

  • Hasher, Goldstein & Toppino (1977), illusory truth effect, Journal of Verbal Learning and Verbal Behavior
  • Cepeda et al. (2006), spaced practice meta-analysis, Psychological Science in the Public Interest

Häufiger Fehler

Durch ein Curriculum zu hetzen und neue Ideen einzuführen, bevor die grundlegenden flüssig sitzen — das Verständnis leidet, und der Lernende behält isolierte Fragmente statt eines nutzbaren Rahmens.

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