Vom kopfbasierten Denken ins offene, verkörperte Gewahrsein fallen

Verschiebe den Ort der Identität vom plappernden Geist zum offenen Raum des ganzen Körpers.

Why it works

Viel chronischer Stress wird durch narratives Selbstgespräch aufrechterhalten, das im läuft, was Neurowissenschaftlerinnen das Default-Mode-Netzwerk (DMN) nennen. Praktiken offenen Gewahrseins – speziell solche, die Aufmerksamkeit von verbal-konzeptueller Verarbeitung in körperweite Empfindung verlagern – reduzieren DMN-Aktivität, was mit reduziertem Grübeln korreliert. Der "Fall", den Kelly lehrt, ist eine physische Verschiebung nach unten von "Kopf" zu "Körperfeld", was die Praxis somatisch ebenso wie aufmerksamkeitsbezogen macht.

How to do it

  1. Bemerke, wo deine Aufmerksamkeit zu "wohnen" scheint – wahrscheinlich in oder knapp hinter den Augen, im Strom des inneren Sprechens.
  2. Lass die Aufmerksamkeit nach unten fallen, als würde sie sich in Brust oder Bauch niederlassen.
  3. Erlaube von diesem tieferen, weiteren Standpunkt aus, dass das Denken im Hintergrund weiterläuft, ohne davon getrieben zu werden.
  4. Verbringe 30–60 Sekunden hier, bevor du dich wieder Aufgaben zuwendest.

Evidenz

Deaktivierung des Default-Mode-Netzwerks während Open-Monitoring-Meditation wurde in bildgebender Forschung beobachtet, und DMN-Grübeln ist bei Depression und Angst impliziert. Die somatische "Fall"-Rahmung ist Kellys pädagogisches Mittel; der zugrunde liegende Mechanismus hat teilweise bildgebende Unterstützung. (observational)

Bildgebende Studien zur Meditation sind typischerweise klein, stützen sich auf erfahrene Meditierende und können klinische Kausalität nicht feststellen. Ergebnisse sind hinweisend, nicht definitiv.

Häufiger Fehler

Den Fall als Gedanken über das Fallen zu behandeln statt als physische Bewegung der Aufmerksamkeit – das ist eine somatische Verlagerung, keine konzeptuelle Umdeutung.

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