Top-Risiken in Stolperdrähte verwandeln

Setze ein konkretes Signal, das dir sagt, dass ein gefürchtetes Scheitern beginnt zu passieren.

Why it works

Zu wissen, dass ein Risiko existiert, ändert selten Verhalten im Moment, weil das Abgleiten ins Scheitern allmählich ist und leicht zu rationalisieren. Einen konkreten Stolperdraht zu definieren – eine messbare Schwelle, die eine vorentschiedene Reaktion auslöst – verwandelt eine vage Sorge in einen automatischen Alarm und umgeht das motivierte Denken im Moment, das Risiken ungehindert wachsen lässt.

How to do it

  1. Benenne für jedes Top-Risiko das früheste beobachtbare Zeichen, dass es sich materialisiert.
  2. Setze eine konkrete Schwelle ("wenn X Y erreicht") als Stolperdraht.
  3. Entscheide jetzt, was du tun wirst, wenn er auslöst, und schreib es auf.

Evidenz

Stützt sich auf Forschung zu Umsetzungsabsichten (Wenn-dann-Pläne verbessern zuverlässig die Durchführung) und auf die Nutzung von Stolperdrähten zur Bekämpfung eskalierender Verpflichtung. Der Wenn-dann-Mechanismus ist stark gestützt; die Stolperdraht-Rahmung wendet ihn auf Risiko an. (rct)

Die Evidenz zu Umsetzungsabsichten ist robust; ihre spezifische Nutzung als Pre-Mortem-Stolperdraht ist eine angewandte Erweiterung.

Quellen

  • Gollwitzer & Sheeran (2006), meta-analysis of implementation intentions (if-then plans), Advances in Experimental Social Psychology

Häufiger Fehler

Das Risiko als allgemeine Sorge ohne Auslöser zu belassen, sodass du zu dem Zeitpunkt, an dem es offensichtlich ist, bereits zu verpflichtet bist, um den Kurs zu ändern.

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