Aufgaben gerecht teilen – und sich gerecht dabei fühlen

Praktische Verantwortlichkeiten so aufteilen, dass beide Partner es als fair erleben.

Why it works

Das Teilen von Aufgaben – Haushalt, Planung, Logistik – fungiert als Pflegeverhalten, wenn es als fair wahrgenommen wird, nicht nur, wenn es objektiv gleich ist. Die Equity-Theorie sagt voraus, dass wahrgenommene Ungerechtigkeit in praktischen Bereichen Groll erzeugt, der Beziehungszufriedenheit erodiert; faire Aufteilung signalisiert, dass beide Partner in das gemeinsame Leben investieren, statt es allein zu tragen.

How to do it

  1. Alle regelmäßigen Haushalts- und Logistikaufgaben auflisten; notieren, wer aktuell was macht.
  2. Jeder Partner bewertet unabhängig, wie fair die Verteilung sich anfühlt, bevor verglichen wird.
  3. Das Gespräch auf die größten Lücken in der wahrgenommenen Fairness fokussieren, nicht auf strikte Gleichheit.
  4. Die Verteilung überprüfen, wenn sich das Leben ändert (neuer Job, neues Kind, neues Zuhause).

Evidenz

Aufgabenteilung ist ein benanntes Pflegeverhalten in Staffords Modell; wahrgenommene Fairness bei Haushaltsarbeit hat eigenständige Zusammenhänge mit Beziehungszufriedenheit, besonders bei Frauen. (observational)

Der Effekt der Aufgabenteilung auf Zufriedenheit wird teilweise durch wahrgenommene Fairness vermittelt, nicht durch die objektive Aufgabenanzahl; das Aushandeln von Bedeutung und Fairness zählt ebenso wie die Rechnung.

Quellen

  • Stafford & Canary (1991), maintenance strategies and romantic relationship type, Communication Monographs
  • Kluwer, Heesink & van de Vliert (1996), marital conflict about division of labor, Personal Relationships

Häufiger Fehler

Verfolgen, wer was getan hat, statt wie fair sich das für jede Person anfühlt – der Punktetafel-Ansatz erzeugt Konkurrenz statt Partnerschaft.

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