Regelmäßig neuartige und genussvolle Aktivitäten teilen

Neue Dinge gemeinsam tun – nicht nur bequeme oder gewohnte.

Why it works

Gemeinsame Aktivitäten sind ein zentrales Pflegeverhalten, aber Neuartigkeit ist speziell wichtig. Arthur Arons Selbst-Erweiterungsforschung zeigt, dass gemeinsames Erleben neuer, erregender Aktivitäten die mit frühen Beziehungsphasen verbundene Anziehung und Aufregung reaktiviert, weil die durch Neuartigkeit erzeugte physiologische Erregung teilweise dem Partner zugeschrieben wird. Routineaktivitäten erhalten Kameradschaft; neuartige Aktivitäten erhalten Anziehung.

How to do it

  1. Mindestens eine wirklich neue Aktivität pro Monat einplanen – keine Variation dessen, was man bereits tut.
  2. Die Interessen des Partners einbeziehen, auch wenn sie sich nicht mit den eigenen überschneiden; Erweiterung ist Teil des Mechanismus.
  3. Bemerken und ansprechen, was man daran genossen hat, den Partner in einem neuen Kontext zu sehen.
  4. Den Aufwand, neue Aktivitäten zu planen, als Teil der Pflegeinvestition behandeln, nicht als Last.

Evidenz

Aron und Kollegen fanden in experimentellen und Befragungsstudien, dass gemeinsames Erleben neuartiger, erregender Aktivitäten die selbstberichtete Beziehungsqualität im Vergleich zu vertrauten Aktivitäten erhöhte. (rct)

Der Neuartigkeitseffekt kann mit der Zeit abschwächen, wenn Aktivitäten vertraut werden; der Mechanismus erfordert fortlaufende Einführung genuin neuer Erfahrungen, nicht nur variierte Formen derselben Kategorie.

Quellen

  • Aron, Norman, Aron, McKenna & Heyman (2000), couples shared participation in novel activities, Journal of Personality and Social Psychology

Häufiger Fehler

Gewohnte gemeinsame Aktivitäten als Pflege-Neuartigkeit zählen – „wir machen die ganze Zeit Dinge zusammen“, wenn diese Dinge dasselbe vorhersehbare Repertoire sind.

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