Self-Distancing-Journaling
In der dritten Person schreiben, um sich selbst klarer zu sehen
Self-Distancing-Journaling: Ihre eigenen Probleme klar sehen
Self-Distancing-Journaling – entwickelt und erforscht von Ethan Kross – ist die Praxis, über sich selbst in der zweiten oder dritten Person zu schreiben ("Was solltest du tun?" statt "Was soll ich tun?"). Der Perspektivwechsel reduziert emotionale Überflutung, ermöglicht adaptivere Selbstreflexion und erlaubt, dieselbe analytische Klarheit, die Sie den Problemen anderer entgegenbringen, auf Ihre eigenen anzuwenden. Dies ist eine der besser belegten Selbstreflexionstechniken der jüngeren psychologischen Forschung.
Ethan Kross' Forschung zu Self-Distancing an der University of Michigan hat einen Wissensbestand hervorgebracht, der zeigt, dass der einfache Akt, beim Denken oder Schreiben über eine schwierige Situation von "ich" zu Ihrem Namen oder "du" zu wechseln, emotionale Reaktivität bedeutsam reduziert und die Qualität der Selbstreflexion verbessert. Die folgenden Praktiken operationalisieren diese Forschung über verschiedene Anwendungsfälle hinweg – von unmittelbarer Emotionsregulation bis zu langfristiger Selbstprüfung.
Übungen
- Über sich selbst mit dem eigenen Namen schreiben
Ersetzen Sie "ich" durch Ihren Vornamen, wenn Sie über schwierige Situationen schreiben, um analytische Distanz zu ihnen zu gewinnen.
- Das Fliege-an-der-Wand-Replay
Spielen Sie ein schwieriges Ereignis noch einmal ab, als würden Sie es von außerhalb des Raums beobachten, nicht hinter Ihren eigenen Augen.
- Sich selbst Rat geben, als würden Sie einen engen Freund beraten
Beschreiben Sie Ihr Problem, als hätte es Ihnen ein enger Freund gebracht – dann schreiben Sie den Rat, den Sie ihm geben würden.
- Zeitliche Distanzierung – die 10-Jahres-Frage
Fragen Sie, wie Sie diese Situation in 10 Jahren sehen werden, um die aktuelle emotionale Intensität zu reduzieren.
- Geplapper mit einem Distanzierungsritual unterbrechen
Bauen Sie ein wiederholbares Ritual, das Sie vom Grübeln in der ersten Person zur Beobachterperspektive bewegt, wenn Geplapper-Schleifen beginnen.
- Selbstmitgefühl durch die Distanzierungslinse
Kombinieren Sie die Dritte-Person-Perspektive mit mitfühlender Rahmung, um sowohl Selbstangriff als auch Selbstnachsicht zu vermeiden.
- Die distanzierte tägliche Nachbesprechung
Beenden Sie jeden Tag mit einer fünfminütigen Rückschau in der dritten Person statt einem emotionalen Download in der ersten Person.
Übe das mit IX Coach
Verwandte Konzepte
- Self-Distancing: Klar über Ihre eigenen Probleme denken
Salomos Paradox, Selbstgespräch in der dritten Person und die Wissenschaft des Zurücktretens
- Selbstmitgefühl, praktisch erklärt
Die drei Komponenten, die Mechanismen, und wo die Evidenz stark ist
- Selbstbeobachtung, praktisch erklärt
Was gemessen wird, wird gesteuert – aber nur, wenn du das Richtige misst, und zwar zuverlässig