Situatives Führen, praktisch erklärt

Den eigenen Stil an die Bereitschaft der Geführten anpassen – und die ehrliche Evidenzlücke

Was ist situatives Führen, und funktioniert es wirklich?

Situatives Führen, entwickelt von Paul Hersey und Ken Blanchard, besagt, dass der richtige Führungsstil von der Bereitschaft der geführten Person für eine bestimmte Aufgabe abhängt: Passe an, wie viel du lenkst versus unterstützt, an den tatsächlichen Stand der Person an. Es ist im Unternehmenstraining enorm beliebt, doch seine empirische Unterstützung ist tatsächlich schwach – behandle es als nützliches Denkwerkzeug, nicht als validiertes Gesetz.

Die Kerneinsicht des situativen Führens ist schwer zu bestreiten: Eine ganz neue Mitarbeiterin und eine erfahrene Expertin brauchen Unterschiedliches von dir. Wackelig wird es bei der genauen Vorschrift. Im Folgenden die Praktiken, jeweils mit dem Mechanismus, der sie intuitiv ansprechend macht – und einer offenen Einschätzung, warum das formale Modell empirischer Prüfung schwer standhält.

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