Bereitschaft aufgabenweise bewerten, nicht personenweise

Bewerte Kompetenz und Engagement für die konkrete Aufgabe vor dir, nicht die Person insgesamt.

Why it works

Dieselbe Person kann bei einer Aufgabe hochfähig sein und bei einer anderen Anfängerin, sodass ein festes Urteil „stark“ oder „schwach“ in die Irre führt. Bereitschaft – Fähigkeit plus Bereitwilligkeit – pro Aufgabe zu bewerten, erlaubt dir, Unterstützung an die echte Lücke statt an ein Stereotyp anzupassen, was der Teil des Modells mit der größten Augenscheinvalidität ist.

How to do it

  1. Bewerte für die anstehende Aufgabe die Kompetenz (Fähigkeit/Erfahrung) und das Engagement (Vertrauen/Motivation) der Person.
  2. Bemerke, dass dieselbe Person bei zwei verschiedenen Aufgaben unterschiedlich landen kann.
  3. Bewerte neu, während sie Erfahrung sammelt – Bereitschaft ist ein bewegliches Ziel.

Evidenz

Das allgemeine Prinzip, dass Fähigkeit aufgabenspezifisch ist, ist in der Kompetenz- und Expertiseforschung gut etabliert. Die spezifische Vier-Stufen-„Bereitschafts“-Taxonomie des Modells ist jedoch ein Praktiker-Konstrukt ohne starke psychometrische Validierung. (mechanistic)

Aufgabenspezifische Fähigkeit ist real; die diskrete Vier-Stufen-Bereitschaftsskala ist eine Heuristik, kein validiertes Messinstrument.

Quellen

  • Hersey & Blanchard, Management of Organizational Behavior (readiness/development levels)

Häufiger Fehler

Eine Person global zu etikettieren („sie ist eine Selbststarterin“) und sie dann bei einer Aufgabe, die nicht zu diesem Etikett passt, unter- oder überzustützen.

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