"Genug" als Stoppregel nutzen

Im Voraus festlegen, was als genug zählt, damit man aufhören kann, statt ständig zu optimieren.

Why it works

Hektik ist teilweise ein fehlendes Stoppsignal: Ohne definiertes "genug" ist immer mehr verfügbar, und das Tempo verlangsamt sich nie. Vorab eine Genügsamkeitsschwelle festzulegen, verwandelt offenes Streben in eine begrenzte Aufgabe mit Ziellinie — das erlaubt es, danach wirklich abzuschalten und präsent zu sein.

How to do it

  1. Für ein gegebenes Vorhaben konkret benennen, wie "genug für jetzt" aussieht.
  2. Wenn man es erreicht, bewusst aufhören, statt nach dem nächsten Schritt zu greifen.
  3. Den Drang weiterzumachen bemerken und als Signal behandeln, nicht als Befehl.

Evidenz

Knüpft an Forschung zu Satisficing versus Maximieren an: Maximierer, die die beste Option suchen, berichten geringere Zufriedenheit und mehr Reue als Satisficer, die bei "gut genug" aufhören. (observational)

Korrelativ und trait-basiert; die Erkenntnis ist, dass eine explizite Stoppregel hilft, nicht dass Ehrgeiz schlecht ist.

Quellen

  • Schwartz et al. (2002), maximizing versus satisficing, Journal of Personality and Social Psychology

Häufiger Fehler

"Genug" so hoch ansetzen, dass es vom Maximum nicht zu unterscheiden ist, was den Zweck zunichtemacht — die Schwelle muss eine sein, bei der man tatsächlich aufhört.

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