Psychologische Sicherheit rund um das Verfehlen eines Stretch-Ziels schaffen

Stretch Goals erzeugen nur dann ehrliche Anstrengung, wenn ein Verfehlen als Information behandelt wird, nicht als Scheitern.

Why it works

Wenn das Verfehlen eines Stretch-Ziels Strafe oder Scham auslöst, ist die rationale Reaktion, sich abzusichern — konservative Ziele zu setzen, riskante Strategien zu vermeiden und den Anschein von Konformität statt das eigentliche Ziel zu verfolgen. Forschung zum organisationalen Lernen zeigt konsistent, dass psychologische Sicherheit — die Überzeugung, dass Risikobereitschaft nicht bestraft wird — eine Voraussetzung für das explorative Verhalten ist, das Stretch Goals erfordern.

How to do it

  1. Legen Sie vor dem Setzen eines Stretch-Ziels ausdrücklich fest, wie ein Verfehlen behandelt wird: als Information, nicht als Scheitern.
  2. Betrachten Sie verpasste Meilensteine mit Neugier: Was hat die Lücke über die Methode oder das Ziel selbst offenbart?
  3. Trennen Sie Zielsetzungsgespräche von Leistungsbewertungen, um die Ehrlichkeit beider zu schützen.

Evidenz

Edmondsons Forschung zu psychologischer Sicherheit in Teams fand sie konsistent als Voraussetzung für Lernverhalten und Risikobereitschaft; ohne sie erzeugen ehrgeizige Ziele konservatives Verhalten statt Innovation. (observational)

Forschung zu psychologischer Sicherheit ist primär organisatorisch; das individuelle Selbstbezugs-Äquivalent — Selbstmitgefühl statt Scham — wird durch separate, aber parallele Evidenz gestützt.

Quellen

  • Edmondson (1999), "Psychological safety and learning behavior in work teams", Administrative Science Quarterly

Häufiger Fehler

Ein Stretch-Ziel öffentlich in einem Kontext zu verkünden, in dem ein Verfehlen echte soziale oder berufliche Kosten mit sich bringt, und sich dann unbewusst auf ein sichereres Ziel zurückzuziehen.

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