An einer Praxisgemeinschaft teilnehmen, um geteiltes implizites Wissen aufzunehmen
Bette dich in eine Gruppe von Praktikern ein – geteiltes implizites Wissen zirkuliert durch Zusammenarbeit und Kultur, nicht durch Dokumentation.
Why it works
Praxisgemeinschaften (Lave und Wenger) sind die primären sozialen Strukturen, durch die implizite Expertise im großen Maßstab vermittelt wird. Teilnahme setzt Mitglieder dem gesamten Repertoire des impliziten Wissens der Gemeinschaft aus: geteilte Heuristiken, ungeschriebene Standards, kulturelle Reaktionen auf Mehrdeutigkeit und Mustersprachen, die in keinem Handbuch erscheinen. Vollmitgliedschaft baut Kompetenz auf, die periphere Mitgliedschaft oder bloße Beobachtung nicht leisten.
How to do it
- Identifiziere die Gemeinschaft, die die implizite Expertise besitzt, die du entwickeln willst.
- Beginne am Rand: beobachte, hilf bei Aufgaben mit geringem Risiko, nimm die Kultur auf.
- Bewege dich zu zentralerer Teilnahme, während sich implizite Kompetenz aufbaut.
- Gib etwas zurück: Andere zu unterhaltet, deckt deine eigenen impliziten Grenzen präzise auf.
Evidenz
Praxisgemeinschaften als Systeme zur Übertragung impliziten Wissens sind in der organisationspsychologischen und berufsbildenden Forschung gut dokumentiert; Lave und Wengers Rahmen des situierten Lernens ist breit anerkannt und wurde in Bereichen vom Handwerk über die Chirurgie bis zur Softwareentwicklung angewendet. (observational)
Die Theorie der Praxisgemeinschaften ist primär deskriptiv und soziologisch; wie man die Teilnahme für einzelne Lernende gezielt gestaltet oder beschleunigt, ist weniger genau spezifiziert.
Quellen
- Wenger (1998), "Communities of Practice: Learning, Meaning, and Identity"
Häufiger Fehler
Zu versuchen, die implizite Expertise einer Gemeinschaft über ihre Dokumentation (Handbücher, Wikis, aufgezeichnete Vorträge) aufzunehmen, während man peripher zur tatsächlichen kollaborativen Praxis bleibt – Dokumentation enthält den expliziten Rückstand, nicht das lebendige implizite Wissen.
Übe das mit IX Coach
More practices for Implizites Wissen: Das Können, das sich nicht erklären lässt
- Implizites Wissen durch ausgedehnte, praxisnahe Übung erwerben
Um Können zu entwickeln, das einem niemand beibringen kann, muss man es wiederholt in authentischen Kontexten ausüben.
- Sich einem Meister anschließen, um implizites Wissen in Aktion zu beobachten
Verbringe ausgedehnte Zeit damit, einen Experten zu beobachten – genaues Beobachten vermittelt mehr als seine verbalen Erklärungen.
- Eigenes implizites Wissen durch Fallbearbeitung ans Licht bringen
Nutze konkrete Fallanalysen, um die impliziten Regeln offenzulegen, denen du bereits folgst, die du aber nicht benennen kannst.
- Implizites Wissen durch strukturierte Reflexion nach der Leistung externalisieren
Erzähle unmittelbar nach einer Leistung, was du getan hast und warum – um die lebendige Regel zu erfassen, bevor sie verblasst.
- Ein gemeinsames Vokabular für implizite Unterscheidungen entwickeln
Benenne die feinen Unterschiede, die du erkennen, aber noch nicht erklären kannst – ein Wort für eine Wahrnehmung zu haben, beschleunigt ihre Weitergabe.
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