Die Wolke des Nichtwissens: Kontemplation jenseits von Konzepten

Liebe, Nichtwissen und die nackte Absicht — wie man die Methode der Wolke praktiziert

Was ist die Wolke des Nichtwissens und wie praktiziert man sie?

Die Wolke des Nichtwissens ist ein anonymer englischer Mystiktext aus dem 14. Jahrhundert, der eine Form des kontemplativen Gebets lehrt, bei der der Übende alle Konzepte, Bilder und Gedanken über Gott aufgibt — selbst heilige — und Gott durch Liebe statt durch Verstehen erreicht. Der Autor unterscheidet eine „Wolke des Nichtwissens" zwischen dem Übenden und Gott, die nur durch Liebe durchdrungen werden kann, und eine „Wolke des Vergessens", in die alle anderen Gedanken gedrängt werden. Es ist ein grundlegender Text der westlichen apophatischen Mystik; seine Praktiken sind andächtig und erfahrungsbasiert, nicht klinisch belegt.

Um 1375 im Mittelenglischen von einem unbekannten Autor verfasst — wahrscheinlich einem klösterlichen geistlichen Begleiter, der für einen jungen Kontemplativen schrieb — steht Die Wolke des Nichtwissens neben Meister Eckhart und Johannes vom Kreuz als eines der grundlegenden Dokumente der christlichen apophatischen Mystik. Ihre zentrale Behauptung ist radikal: Gott kann nicht durch den Verstand erkannt, sondern nur durch Liebe berührt werden. Jedes Konzept, jedes Bild und jeder Gedanke — so geistlich edel er auch sein mag — muss unter die „Wolke des Vergessens" gedrückt werden, um die Bedingungen zu schaffen, unter denen Liebe durch die „Wolke des Nichtwissens" hindurchreichen kann. Im Folgenden die Kernpraktiken, jede mit dem Mechanismus, der sie zu mehr als Meditation um ihrer selbst willen macht.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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