Das Kontrastprinzip, praktisch gemacht

Ankern, Sequenzierung und die relative Natur der Wahrnehmung

Was ist das Kontrastprinzip und wie nutzt man es gut?

Das Kontrastprinzip ist die Wahrnehmungstendenz, etwas nicht in absoluten Begriffen, sondern relativ zu dem zu bewerten, was unmittelbar davor kam. Ein Preis, eine Bitte, ein Ergebnis — alles wirkt größer oder kleiner, je nach dem Anker, der vorausgeht. Robert Cialdini identifiziert dies als einen zuverlässigen Hebel der Beeinflussung, der größtenteils außerhalb des bewussten Bewusstseins wirkt.

Menschen nehmen nicht in Absolutwerten wahr — wir nehmen in Kontrasten wahr. Eine Gehaltszahl, die nach einer Niedrig-Anker-Diskussion groß klingt, wirkt nach einer hohen gewöhnlich. Ein Gefallen fühlt sich klein an, nachdem eine große Bitte abgelehnt wurde. Das Kontrastprinzip erklärt, warum Reihenfolge und Rahmung von Information genauso zählen wie die Information selbst. Diese Praktiken wenden das Prinzip ethisch an — um klar zu kommunizieren, nicht um zu täuschen.

Übungen

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