Nutze die Tür-ins-Gesicht-Technik, um die eigentliche Bitte klein wirken zu lassen

Stelle zuerst eine große, angemessene Bitte; wenn sie abgelehnt wird, wirkt deine tatsächliche (kleinere) Bitte wie ein Entgegenkommen.

Why it works

Wenn eine große Bitte abgelehnt wird und der Bittsteller dann eine kleinere Bitte stellt, löst die Reduzierung wechselseitiges Entgegenkommen aus — das Publikum fühlt sich verpflichtet, auf halbem Weg entgegenzukommen, da du dich bewegt hast. Der Kontrast lässt auch die zweite Bitte tatsächlich kleiner wirken, als sie allein präsentiert wirken würde. Beide Mechanismen (Reziprozität + Kontrast) können gleichzeitig wirken.

How to do it

  1. Identifiziere deine echte Bitte, dann eine größere Version davon, die immer noch angemessen und legitim ist.
  2. Führe mit der größeren Bitte und präsentiere sie fair.
  3. Biete nach der Ablehnung deine tatsächliche Bitte als echtes Entgegenkommen an: „Ich verstehe — wärst du bereit zu…?"

Evidenz

Die Tür-ins-Gesicht-Technik (DITF) ist experimentell gut gestützt. Eine Metaanalyse fand einen konsistenten, moderaten Effekt zugunsten von DITF gegenüber direkten Bitten. (rct)

Effekte sind geringer, wenn: die erste Bitte unplausibel ist, es eine Verzögerung zwischen den Bitten gibt, oder die Bitten von verschiedenen Personen kommen. Dieselbe Person muss beide Bitten stellen.

Quellen

  • Cialdini et al. (1975), original door-in-the-face study, Journal of Personality and Social Psychology
  • Feeley, Anker & Aloe (2012), meta-analysis of DITF studies

Häufiger Fehler

Eine erste Bitte zu nutzen, die so unverschämt ist, dass sie Manipulation signalisiert — wenn sich das Publikum manipuliert fühlt, lehnt es beide Bitten ab und Vertrauen bricht zusammen.

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