Machen Sie den Klopf-Test vor jeder Präsentation

Klopfen Sie buchstäblich eine Melodie und bemerken Sie, wie offensichtlich sie Ihnen ist — aber unsichtbar für Zuhörer.

Why it works

Der Klopf-Test (aus Elizabeth Newtons Dissertation von 1990, bekannt gemacht durch die Heaths) macht den Fluch des Wissens erfahrbar: Klopfer, die den Song kennen, sagen voraus, dass 50 % der Zuhörer ihn erkennen werden; die tatsächliche Erkennungsrate liegt bei etwa 2,5 %. Diese Erfahrung zwingt einen Experten, die Lücke zwischen seinem inneren Signal und dem, was andere empfangen, zu spüren. Genau diese gefühlte Lücke ist die Kalibrierungsdaten, die Experten normalerweise fehlen.

How to do it

  1. Klopfen Sie einen bekannten Song auf einem Tisch und bitten Sie einen Kollegen, ihn zu benennen.
  2. Schätzen Sie, bevor Sie den Song verraten, welcher Anteil der Leute ihn richtig erraten wird.
  3. Vergleichen Sie Ihre Schätzung mit dem tatsächlichen Ergebnis — das Verhältnis ist Ihr persönlicher Fluch-des-Wissens-Index.
  4. Wenden Sie dieselbe Kalibrierungsfrage vor jeder Erklärung an: 'Welcher Anteil meines Publikums hat das noch nie gehört?'

Evidenz

Newton (1990) zeigte, dass Klopfer eine Erkennungsrate von ~50 % vorhersagten; die tatsächliche Rate lag bei ~2,5 % — eine große und konsistente Lücke. Die Heaths nutzten dies als Ankerbeispiel für den Fluch des Wissens in Made to Stick. Camerer, Loewenstein & Weber (1989) zeigten dieselbe Wissenszuschreibungs-Verzerrung in kontrollierten ökonomischen Experimenten, und Birch & Bloom (2007) führten sie auf eine Schwierigkeit zurück, das eigene Wissen zu unterdrücken, wenn man darüber nachdenkt, was andere glauben — ein Beleg dafür, dass der Klopf-Test einen allgemeinen Effekt illustriert, keine Einzelkuriosität. (observational)

Dies ist ein einzelnes Laborparadigma, keine systematische Übersichtsarbeit; es illustriert den Effekt in realen Lehrsituationen, ohne ihn zu quantifizieren.

Quellen

Häufiger Fehler

Den Klopf-Test einmal als Partytrick zu nutzen statt als wiederkehrende Kalibrierungspraxis vor jeder wichtigen Erklärung.

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