Beginnen Sie mit einer konkreten Geschichte, nicht mit Ihrem Modell

Führen Sie mit einer spezifischen, sinnlichen Erzählung, bevor Sie irgendeine Abstraktion einführen.

Why it works

Abstraktionen setzen voraus, dass der Zuhörer bereits das begriffliche Gerüst besitzt, um die Idee einzuordnen. Eine konkrete Geschichte umgeht diese Anforderung: Sie aktiviert narrative Verarbeitung, die evolutionär älter ist und nicht von bereits vorhandenem Fachwissen abhängt. Sobald die Geschichte ein gemeinsames mentales Ereignis geschaffen hat, kann das abstrakte Prinzip darauf aufbauen, statt im luftleeren Raum präsentiert zu werden.

How to do it

  1. Identifizieren Sie das Kernprinzip, das Sie vermitteln müssen.
  2. Erinnern Sie sich an ein konkretes, reales Ereignis, bei dem dieses Prinzip auf dem Spiel stand, oder konstruieren Sie eines.
  3. Beginnen Sie mit: 'Lassen Sie mich Ihnen von einem bestimmten Moment erzählen …' statt mit 'Heute möchte ich behandeln …'
  4. Benennen Sie das Prinzip erst, nachdem die Geschichte es greifbar gemacht hat.

Evidenz

Forschung zum narrativen Verständnis zeigt, dass narrativ strukturierte Information leichter verarbeitet und länger behalten wird als vergleichbarer expositorischer Text, besonders bei Publikum ohne Fachwissen — im Einklang mit dem konkret-abstrakt-konkret-Lernbogen. Bower & Clark (1969) fanden, dass Lernende, die Elemente in Erzählungen einwoben, dramatisch mehr behielten als solche, die es nicht taten, und bezifferten damit den Behaltensvorteil, den der Einstieg erfassen soll. (observational)

Der Geschichtenvorteil ist bei allgemeinem Publikum am größten; Fachexperten bevorzugen möglicherweise strukturierte Darlegung. Kennen Sie Ihr Publikum.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Geschichte in das Modell einzubetten ('Als Beispiel für Punkt drei …') statt mit ihr zu beginnen — bei Punkt drei hat das Publikum meist schon den Faden verloren.

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