Feedback abschließen, indem man Verständnis prüft, nicht Zustimmung

„Was hast du daraus mitgenommen?“ fragen statt „Stimmst du zu?“

Why it works

Feedback mit „Ergibt das Sinn?“ oder „Stimmst du zu?“ abzuschließen lädt zu Compliance-Signalisierung ein: Der Empfänger sagt Ja, um verlängerten Konflikt zu vermeiden, und der Feedback-Geber geht davon aus, dass die Botschaft angekommen ist. „Was hast du daraus mitgenommen?“ oder „Was wirst du anders machen?“ zu fragen prüft, ob die Botschaft tatsächlich empfangen und wie beabsichtigt interpretiert wurde – das einzig verlässliche Maß dafür, ob Feedback funktioniert hat. Es hält den Empfänger auch aktiv im Prozess statt passiv.

How to do it

  1. Nach dem Liefern von Feedback innehalten und fragen: „Was hast du daraus mitgenommen?“
  2. Auf den tatsächlichen Inhalt der Antwort hören – Zustimmung versus Verständnis sind unterschiedliche Signale.
  3. Zeigt die Antwort, dass der Punkt verpasst wurde, sanft neu formulieren: „Ich möchte sicherstellen, dass die Hauptsache, die ich anspreche, ist …“
  4. Mit einer vorwärtsgerichteten Frage abschließen: „Woran denkst du als Nächstes?“

Evidenz

Verständnis versus Zustimmung zu prüfen ist ein Prinzip aus der Kommunikationsforschung zu Botschaftsverständnis und Compliance. Es steht im Einklang mit dem abschließenden „Fragen“ der motivierenden Gesprächsführung (elicit-provide-elicit), das prüft, wie Information empfangen wurde, statt ob sie technisch geliefert wurde. (mechanistic)

Mechanistische Extrapolation aus Kommunikations- und MI-Forschung; diese spezifische Abschlusstechnik für Feedback-Gespräche wurde nicht eigenständig erprobt.

Häufiger Fehler

„Noch Fragen?“ fragen statt „Was wirst du damit tun?“ – „Noch Fragen?“ ist eine Abschlussformel, die die meisten Empfänger als Erlaubnis zu gehen lesen, nicht als echte Einladung.

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