Adaption mit bewusstem Auskosten verlangsamen

Widmen Sie positiven Erlebnissen im Moment aktive Aufmerksamkeit, um mehr Glück aus dem zu ziehen, was Sie bereits haben.

Why it works

Adaption ist teilweise eine Funktion mangelnder Aufmerksamkeit – das Gehirn hört auf, das Vertraute zu verarbeiten. Auskosten unterbricht das, indem es bewusste Aufmerksamkeit auf die positiven Merkmale eines gegenwärtigen Erlebnisses richtet und die emotionale Verarbeitung reaktiviert, die Automatismus abgeschaltet hat. Das Erzählen oder Teilen dessen, was Sie schätzen, scheint den positiven Affekt weiter zu verstärken.

How to do it

  1. Identifizieren Sie täglich einmal etwas, das Sie bereits haben und das Sie sich einst gewünscht haben (Beziehung, Besitz, Rolle).
  2. Verbringen Sie 2 Minuten damit, seinen konkreten Qualitäten Aufmerksamkeit zu widmen – nicht abstrakt, sondern wie sie gerade jetzt sind.
  3. Schreiben Sie oder teilen Sie mündlich eine konkrete Sache daran, die Sie heute geschätzt haben.

Evidenz

Auskosten-Interventionen zeigen in kontrollierten Studien durchgängig positive Effekte auf Stimmung und Wohlbefinden, mit besonders starker Evidenz für soziales und erlebnisbasiertes Auskosten gegenüber solitärem Grübeln über vergangene Ereignisse. (observational)

Die meisten Auskosten-Studien sind kurzfristig; Evidenz für dauerhafte Veränderung auf Merkmalsebene ist begrenzt. Erzwungenes Auskosten (wenn jemand Sie anweist, etwas zu genießen) kann manchmal nach hinten losgehen.

Quellen

  • Bryant & Veroff (2007), Savoring: A New Model of Positive Experience

Häufiger Fehler

Auskosten als erzwungenes Dankbarkeitstagebuch zu behandeln – die Praxis wirkt durch echte, konkrete Aufmerksamkeit, nicht durch das Abhaken einer Liste.

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