Übersetze den Preis in Arbeitsstunden oder zukünftigen Wert

Wandle einen Preis in konkrete Begriffe um — Arbeitsstunden oder Zinseszinswachstum —, um die wahren Kosten sichtbar zu machen.

Why it works

Preise in Dollarbeträgen sind an eine abstrakte Einheit gebunden. Einen Preis in Arbeitsstunden zu übersetzen ("das kostet 4 Stunden meiner Zeit") oder in zukünftigen Wert ("investiert, ist das in 20 Jahren X Euro"), verbindet die abstrakte Zahl mit einer konkreten persönlichen Ressource und aktiviert einen echten Abwägungsvergleich, den der Dollarbetrag allein nicht liefert. Der Mechanismus ist konkrete Konstruktion: Dieselben Kosten fühlen sich je nach Denomination unterschiedlich an.

How to do it

  1. Berechne deinen Stundensatz nach Steuern und bepreise Käufe gedanklich in Arbeitsstunden.
  2. Berechne bei diskretionären Käufen über einer selbst gesetzten Schwelle, was dieser Betrag in 20 Jahren bei konservativem Wachstum wert wäre.
  3. Frage: "Würde ich X Stunden meiner Zeit dafür eintauschen?" statt "Kann ich mir das leisten?"

Evidenz

Forschung zur Vernachlässigung von Opportunitätskosten (Frederick und Kollegen) zeigt, dass Menschen routinemäßig nicht bedenken, worauf sie beim Ausgeben verzichten, und dass das Anregen von Opportunitätskosten-Denken die Kaufwahrscheinlichkeit bei nicht-essenziellen Artikeln senkt. (observational)

Der Effekt ist am stärksten bei nicht-essenziellen Käufen; Menschen verankern sich stark am ursprünglichen Dollarpreis, und die Umrahmung erfordert einen aktiven Schritt, der leicht übersprungen wird.

Quellen

  • Frederick et al. (2009), "Opportunity Cost Neglect," Journal of Consumer Research

Häufiger Fehler

Einen Prozentsatz des Einkommens zu nutzen, um Erschwinglichkeit zu beurteilen ("ich kann es mir leisten, es sind nur 2%") statt eines konkreten Abwägens, was die wahren Kosten abstrakt hält.

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