Nutzen Sie selbstironischen Humor — selektiv

Über sich selbst zu lachen in einem Moment geringen Risikos signalisiert Sicherheit und reduziert soziale Distanz.

Why it works

Selbstironischer Humor signalisiert, dass das Selbstkonzept der Person sicher genug ist, um zur Zielscheibe des eigenen Witzes zu werden — was selbst ein statushohes Signal ist. Er reduziert auch die Lücke zwischen einer hochkompetenten Person und ihrem Publikum, indem er das Feld vorübergehend ebnet, was soziale Bedrohung reduziert. Die Selektivität ist wichtig: Humor über belanglose Eigenheiten funktioniert; Humor über Kernkompetenz untergräbt die Kompetenzgrundlage.

How to do it

  1. Finden Sie eine echte, beobachtbare Eigenheit oder kleine Gewohnheit, über die Sie scherzen können — etwas, das wahr, aber folgenlos ist.
  2. Halten Sie es kurz: Ein One-Liner kommt besser an als eine Anekdote.
  3. Vermeiden Sie Selbstironie über die Fähigkeiten, auf die die andere Seite bei Ihnen angewiesen ist — der Pratfall-Effekt hat Grenzen.

Evidenz

Forschung zu Humor und sozialer Distanz findet, dass angemessener Humor — einschließlich selbstgerichteter — durchgängig mit erhöhter Sympathie und wahrgenommener Nahbarkeit verbunden ist. Der Mechanismus verbindet sich mit der Benign-Violation-Theorie: Lachen entsteht, wenn etwas gleichzeitig überraschend und ungefährlich ist. (observational)

Die meiste Humor-und-Sympathie-Forschung misst allgemeinen Humor statt speziell Selbstironie zu isolieren; die Kontextabhängigkeit des Effekts ist gut bekannt, aber weniger rigoros kartiert.

Häufiger Fehler

Selbstironischen Humor über Kernkompetenzen der Arbeit zu nutzen ('Ich bin schrecklich mit Finanzen, aber …') in einem beruflichen Kontext, in dem das Publikum genau auf diese Kompetenz angewiesen ist.

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