Bewahren Sie psychologische Sicherheit für echte Arbeit
Menschen leisten ihre beste Arbeit — und erleben den motivierendsten Fortschritt —, wenn sie sich sicher fühlen zu experimentieren und zu scheitern.
Why it works
Amabile und Kramer fanden, dass das innere Arbeitsleben stark davon beeinflusst wurde, wie Menschen ihr Arbeitsumfeld wahrnahmen — insbesondere, ob es sich sicher anfühlte, Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen und sich zu äußern. Angst vor Scheitern oder Kritik unterdrückt das Experimentieren und Problemlösen, das bedeutungsvoller Fortschritt erfordert, weil Menschen die Handlungen selbst zensieren, die Durchbrüche erzeugen würden. Fortschritt unter Bedrohung ist langsamer und weniger befriedigend, selbst wenn er eintritt.
How to do it
- Prüfen Sie Ihr aktuelles Arbeitsumfeld: Fühlen Sie sich sicher, Ansätze zu versuchen, die scheitern könnten?
- Identifizieren Sie die spezifische Angst, die Ihr Experimentieren am stärksten dämpft.
- Schaffen Sie ein persönliches 'sicher zu versuchen'-Protokoll: einen Bereich, in dem Sie sich explizit die Erlaubnis geben zu experimentieren.
- Benennen Sie in Teamkontexten Experimentieren ausdrücklich als wertvoll, bevor Sie schwierige Projekte starten.
Evidenz
Psychologische Sicherheit — der Glaube, dass zwischenmenschliches Risiko sicher ist — wurde ausgiebig von Amy Edmondson untersucht und mit Teamlernen und -leistung verknüpft. Amabiles und Kramers Arbeit zum inneren Arbeitsleben überschneidet sich damit auf der Ebene individueller kreativer Arbeit. Edmondsons grundlegende Studie von 1999 etablierte das Konstrukt und zeigte, dass Teams mit höherer psychologischer Sicherheit mehr Lernverhalten zeigten, was wiederum die Teamleistung verbesserte. (observational)
Forschung zu psychologischer Sicherheit liegt vor allem auf Teamebene; individuelle Sicherheit vor persönlichen Erwartungen und Selbstkritik ist das angrenzende Konstrukt und weniger direkt untersucht.
Quellen
- Edmondson (1999), psychological safety and learning behavior in work teams, Administrative Science Quarterly
- Edmondson, A. (1999). Psychological safety and learning behavior in work teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350-383.
Häufiger Fehler
Psychologische Sicherheit als reines Führungs- oder Teammanagement-Thema zu behandeln, während individuelle Selbstkritik und Perfektionismus als persönliche Sicherheitsbedrohung fungieren, die direkt angegangen werden kann.
Übe das mit IX Coach
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- Benennen und registrieren Sie kleine Erfolge explizit
Kleiner Fortschritt, der unregistriert bleibt, befeuert keine Motivation — Sie müssen ihn bemerken.
- Minimieren Sie aktiv Hindernisse und Rückschläge
Rückschläge schaden der Motivation mehr, als gleichwertiger Fortschritt hilft — Fortschritt zu schützen bedeutet auch, den Weg freizuräumen.
- Verbinden Sie tägliche Aufgaben mit ihrer Bedeutung
Fortschritt motiviert im Verhältnis dazu, wie sehr Ihnen die Arbeit am Herzen liegt — halten Sie das 'Warum' sichtbar.
- Beenden Sie jeden Tag mit einer Fortschrittsüberprüfung
Eine kurze tägliche Fortschrittsüberprüfung schließt den Tag mit dem ab, was sich bewegt hat, nicht mit dem, was noch offen ist.
- Unterscheiden Sie Katalysatoren und Nährstoffe von ihren Gegenstücken
Katalysatoren unterstützen die Arbeit selbst; Nährstoffe unterstützen die Person, die sie ausführt — beide zählen.
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