Sich erinnern: Wohlstand ist, was du nicht siehst
Ausgaben signalisieren Einkommen; Wohlstand ist das Geld, das du dich entschieden hast, nicht auszugeben.
Why it works
Sichtbarer Konsum ist das Gegenteil von Wohlstand: er ist in Zeug umgewandeltes Einkommen. Wohlstand ist die unsichtbare Handlungsfreiheit, die du nicht sehen kannst. Weil wir das sichtbare Verhalten anderer kopieren, landen wir dabei, Ausgeber zu modellieren, und verwechseln ihren Konsum mit dem Zustand, den wir tatsächlich wollen — der Freiheit, die aus noch nicht ausgegebenem Geld kommt.
How to do it
- Trenne „reich” (hohe Ausgaben/Einkommen) von „wohlhabend” (Vermögen und Freiheit) in deiner eigenen Sprache.
- Wähle Vorbilder für ihr Sparverhalten, das du nicht sehen kannst, nicht für ihre Zurschaustellungen, die du sehen kannst.
- Frage vor einem Statuskauf, ob du das Ding willst oder die Bewunderung, die du dir davon versprichst.
Evidenz
Konsistent mit Forschung zu demonstrativem Konsum und Statussignalisierung, und mit der Beobachtung, dass Ausgaben und Nettovermögen nur schwach korreliert sind. (observational)
Der Signalisierungsmechanismus ist gut erforscht; die griffige Formulierung „Wohlstand ist, was du nicht siehst” ist Housels Rahmung davon.
Quellen
- Veblen, conspicuous consumption; research on status signaling and spending (e.g. Charles, Hurst & Roussanov on conspicuous consumption)
Häufiger Fehler
Das sichtbare Ausgabeverhalten von reich wirkenden Menschen zu imitieren und dabei genau das Verhalten zu kopieren, das dich davon abhält, je wohlhabend zu werden.
Übe das mit IX Coach
More practices for Die Psychologie des Geldes, praktisch angewendet
- Geld als Verhaltensproblem behandeln, nicht als Wissensproblem
Wie du dich unter Stress verhältst, schlägt, wie viel Finanzwissen du hast.
- „Genug” definieren, bevor du es brauchst
Benenne den Punkt, ab dem mehr Geld dir nichts mehr kauft, was du wertschätzt.
- Fehlerspielraum schaffen (Sicherheitsmarge)
Plane so, dass Falschliegen überlebbar ist, nicht katastrophal.
- Zinseszins die Arbeit machen lassen (Geduld)
Die größten Ergebnisse kommen aus Zeit im Spiel, nicht aus Intensität — wenn du es nicht unterbrichst.
- Vernünftig statt rational wählen
Ein Plan, den du durchhalten kannst, schlägt einen optimalen Plan, den du aufgeben wirst.
- Sparen ohne einen Grund zu brauchen
Für „Flexibilität und Optionen” zu sparen ist Grund genug — es braucht kein angehängtes Ziel.